Frankfurt - Am Samstag kommt es zum einzigen reinen Stadtduell der Bundesliga oder 2. Bundesliga in Deutschland. In Frankfurt trifft die favorisierte Eintracht auf den "Underdog" FSV.

Das Hinspiel gewann der Bundesliga-Absteiger mit 4:0. Diesmal will der FSV Frankfurt besser abschneiden. bundesliga.de sprach mit dem 26 Jahre alten Strategen Ilian Micanski, den der FSV vor einigen Wochen vom 1. FC Kaiserslautern ausgeliehen hat.

bundesliga.de: Sie sind seit rund vier Wochen beim FSV Frankfurt. Wie sind Ihre Eindrücke vom Verein?

Ilian Micanski: Der FSV Frankfurt ist ein gut geführter deutscher Verein, ich fühle mich sehr wohl hier. Ich hatte einen guten Start mit den Spielern und allen Menschen, die für den Club arbeiten. Alles läuft gut, das war wichtig für die ersten vier Wochen.

bundesliga.de: Die ersten beiden Spiele im Jahr 2012 sind gespielt. Der FSV hat vier Punkte geholt, Sie haben zwei Tore erzielt. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Start in Frankfurt?

Micanski: Für mich und das Team ist alles in einem guten Rahmen. Wir hätten auch das Maximum mit sechs Punkten erreichen können, aber wir hätten in Duisburg auch verlieren können. Vier Punkte sind gut für die ersten beiden Spiele, aber ich hatte einige Situationen im zweiten Spiel, in denen ich Tore hätte schießen können. Dann wäre es perfekt gewesen.

bundesliga.de: Welche Rolle kann der FSV noch in der Rückrunde spielen?

Micanski: Wir alle wollen unbedingt den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga schaffen, weil wir nach 19 Spielen nur 14 Punkte hatten. Nach den beiden letzten Partien sieht es ein bisschen besser aus, wir sind in positiver Stimmung.

bundesliga.de: Wie gut kennen Sie schon die 2. Bundesliga?

Micanski: Natürlich habe ich schon einige Spiele gesehen und mich in den ersten beiden Partien auch schon akklimatisiert. Es ist kein Problem, sich daran zu gewöhnen.

bundesliga.de: Sie sind vom FCK an den FSV ausgeliehen. Welche Ziele haben Sie für das halbe Jahr in Frankfurt gesetzt?

Micanski: Die Ausleihe ist für alle Seiten das beste, alle können davon profitieren. Mir ist es wichtig, beim FSV guten Fußball zu spielen und Tore zu erzielen. Wenn ich gut spiele, kommen die Tore von alleine. In manchen Spielen klappt es besser, in anderen weniger, aber das ist Fußball.

bundesliga.de: Was hat Ihnen Trainer Benno Möhlmann gesagt, was er von Ihnen erwartet?

Micanski: Mit Benno Möhlmann habe ich vor meiner Verpflichtung einige Male gesprochen und wir waren uns einig, was wir brauchen. Fußball ist überall gleich. Ich bin hierhergekommen, um der Mannschaft und mir selbst zu helfen. So ist die Situation.

bundesliga.de: Warum lief es aus Ihrer Sicht in Kaiserslautern nicht wunschgemäß?

Micanski: Ich möchte jetzt nicht an das denken, was davor war oder nach dem Sommer kommt. Jetzt möchte ich mich für dieses halbe Jahr voll auf den FSV Frankfurt konzentrieren und zeigen, dass ich guten Fußball spielen kann.

bundesliga.de: Am Samstag kommt es zum großen Frankfurter Derby. Wie groß ist Ihre Vorfreude auf das Spiel?

Micanski: Alle Spiele sind wichtig. Für uns alle ist aber dieses Spiel ein bisschen wichtiger als die anderen Spiele. Aber natürlich geht es dabei auch nur um drei Punkte. Wir sind als Außenseiter in einer guten Ausgangssituation für das Spiel und freuen uns sehr darauf. Ich mag es auch lieber, gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellenteil zu spielen, die Fußball spielen möchten und sich nicht nur auf die Defensive beschränken.

bundesliga.de: Was ist drin für den FSV, der das Hinspiel mit 0:4 verlor?

Micanski: Alles ist möglich in diesem Spiel. Wenn jeder unserer Spieler seine Möglichkeiten zu 100 Prozent ausschöpft, können wir mit etwas Glück auch gewinnen. Natürlich wird es ein schwieriges Spiel, aber wenn wir zeigen, was wir können, ist auch ein Sieg oder ein Unentschieden möglich, warum nicht?

Die Fragen stellte Tobias Gonscherowski