19 Sekunden - genau so lange dauerte es, bis auch der letzte Fan des FC St. Pauli wusste, wer Neuzugang Richard Sukuta-Pasu ist. Denn genau so lange war der Angreifer in seinem Debüt für die Hamburger im Spiel, ehe er mit seiner ersten Ballberührung nach der Einwechslung das 2:0 gegen Rot Weiss Ahlen erzielte.

Sukuta-Pasu spielt auf Leihbasis auf St. Pauli. Erst vor wenigen Wochen kam er vom Tabellenführer der Bundesliga, Bayer Leverkusen, zum Tabellen-Zweiten der 2. Bundesliga. Trotz des Klassenunterschieds sieht der 19-Jährige viele Gemeinsamkeiten zwischen beiden Clubs.

Darüber spricht er mit bundesliga.de und verrät, welchen Stellenwert der Wechsel für ihn und seine Karriere hat. Außerdem erinnert sich Sukuta-Pasu noch einmal an sein erstes Tor für St. Pauli und blickt auf das schwere Spiel gegen Alemannia Aachen.

bundesliga.de: Herr Sukuta-Pasu, was für ein gelungenes Debüt in der 2. Bundesliga! Wie feiert man solch einen Einstand?

Richard Sukuta-Pasu: In jedem Fall habe ich mich sehr gefreut. In erster Linie aber natürlich über die drei Punkte. Ich denke, dass so etwas sehr wichtig ist. Nach der Winterpause mit drei Punkten zu starten, ist immer etwas Tolles.

bundesliga.de: Es war dennoch kein leichtes Stück Arbeit für St. Pauli. Was war ausschlaggebend für den elften Saisonsieg?

Sukuta-Pasu: Wir sind alle hungrig und bissig. Wir haben hart für den Sieg gearbeitet. Das Spiel an sich war kein gutes von uns, aber ich denke, das sind Spiele, die auch mal vorkommen und gerade diese muss man dann gewinnen

bundesliga.de: Was gefällt Ihnen persönlich an der Spielweise des FC St. Pauli?

Sukuta-Pasu: Das Offensivspiel und der Spaß am Fußball.

bundesliga.de: Sie sind in der 86. Minute eingewechselt worden und schossen 19 Sekunden später das 2:0. Wie haben Sie das Tor erlebt?

Sukuta-Pasu: Schnell (lacht). Das Tor gelang mir in so einer Geschwindigkeit, dass ich es selber kaum fassen konnte. Ich brauchte erst einmal eine Weile, um es selbst zu realisieren.

bundesliga.de: Sie sind zum Jahreswechsel nach St. Pauli gekommen. Wie kommen Sie nach so wenigen Tagen auf dem Kiez zurecht?

Sukuta-Pasu: Ich komme hier gut zurecht. Auf dem Kiez im klassischen Sinne war ich aber noch nicht. Ich bin nun gute drei Wochen in Hamburg und denke, dass das noch kommen wird.

bundesliga.de: Sie sind auf Leihbasis aus Leverkusen gekommen. Für Bayer durften Sie bereits in vier Partien Bundesliga-Luft schnuppern. Auch wenn Sie vom Bundesliga-Tabellenführer in die 2. Bundesliga gegangen sind, sehen Sie diesen Wechsel als Aufstieg?

Sukuta-Pasu: Das sehe ich in jedem Fall so. Beim FC St. Pauli bekomme ich hoffentlich mehr Spielpraxis und generell jeder Wechsel bringt mich einen Schritt weiter.

bundesliga.de: Apropos Aufstieg: Was kann St. Pauli in dieser Saison erreichen?

Sukuta-Pasu: Ich hoffe das Beste. Wir tun alles dafür, am Ende ein gutes Resultat vorzuweisen.

bundesliga.de: Und wie sehen Ihre ganz persönlichen Ziele für die Zeit der Ausleihe - also bis Sommer 2011 - aus?

Sukuta-Pasu: Ich versuche mich hier weiterzuentwickeln und einen weiteren Schritt nach vorne zu machen.

bundesliga.de: Wenn Sie Leverkusen und St. Pauli vergleichen, kann man davon sprechen, dass die momentane Euphorie bei beiden Clubs ähnlich ist?

Sukuta-Pasu: Absolut. Bei beiden Vereinen geht es um etwas und beide Clubs können etwas erreichen.

bundesliga.de: Am nächsten Spieltag wartet ein schweres Heimspiel gegen die seit vier Spielen ungeschlagenen Aachener. Worauf wird es in dieser Begegnung ankommen?

Sukuta-Pasu: Es ist für uns egal, wer kommt. Wir versuchen unsere Taktik im Spiel durchzusetzen und hoffen auf ein gutes Resultat.

Die Fragen stellte Sebastian Stolz