Düsseldorf - Am Montag steigt das Topspiel der 2. Bundesliga. Fortuna Düsseldorf empfängt Eintracht Frankfurt (Mo., ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). Beiden Teams winkt die Tabellenführung. Für Spannung ist also gesorgt.

Im Interview mit bundesliga.de spricht Fortuna-Stürmer Thomas Bröker über die Ambitionen der Fortuna, die Winterneuzugänge und das Spitzenspiel.

bundesliga.de: Thomas Bröker, die Fortuna ist mit einem 1:1 in Ingolstadt ins Jahr 2012 gestartet. Wie zufrieden waren Sie mit dem ersten Auftritt?

Thomas Bröker: Das Unentschieden ging aufgrund des Spielverlaufs in Ordnung. Wir hatten in unserer Druckperiode einige Chancen zum 2:1, dann sind wir in Unterzahl geraten. Wir wollten natürlich gewinnen, gerade weil auch St. Pauli und Fürth ihre Spiele verloren hatten, aber wir können auch mit dem Punkt gut leben.

bundesliga.de: Positiv ist, dass Düsseldorf trotz der drei Rückrundenspiele ohne "Dreier" immer noch Tabellenführer ist. Wie beruhigend ist das?

Bröker: Wir haben jetzt jahresübergreifend drei Spiele nicht gewonnen, aber es ist ganz normal, dass so eine Phase einmal kommt. Jede Mannschaft macht das in einer Saison mit und schwächelt einmal. Dabei würde ich noch nicht einmal sagen, dass wir im Moment großartig schwächeln. Wir haben in den drei Begegnungen zwei Punkte geholt. Es ist doch klar, dass man nicht jedes Heimspiel gewinnen kann und man auch einmal mit einem Punkt zufrieden sein muss.

bundesliga.de: Das Punkteniveau an der Tabellenspitze war in der Hinrunde herausragend. Jetzt haben Konkurrenten wie Fürth und St. Pauli und die Fortuna selbst bereits Federn lassen müssen. "Normalisiert" sich die Situation ein wenig? Ist mit mehr Niederlagen der Topteams in der Rückrunde zu rechnen?

Bröker: Ich glaube ja. Das Niveau der ersten vier, fünf Mannschaften in der Hinrunde war extrem hoch. Ich denke, es war wie gesagt davon auszugehen, dass das nicht immer so weitergeht.

bundesliga.de: Die Fortuna hat in der Winterpause einige Veränderungen im Kader vorgenommen. Welche Eindrücke haben Sie von den Neuzugängen Adam Matuschyk und Timo Furuholm?

Bröker: Die beiden sind gute Fußballer und nette Kerle. Sie haben sich prima in die Mannschaft eingefügt und passen gut zu uns. Wir sind eine sehr homogene Mannschaft, eine gute Truppe und haben jetzt gute Typen dazubekommen, die den Konkurrenzkampf beleben werden und unbedingt spielen wollen. Das kann uns nur gut tun.

bundesliga.de: Sie spielen jetzt Ihre zweite Saison bei der Fortuna. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Entwicklung und wie sehen Sie Ihre Zukunft in Düsseldorf?

Bröker: Ich habe jetzt längere Zeit selbst nicht mehr getroffen und möchte das bald wieder tun. Dafür habe ich in den letzten Spielen ein paar Assists beigesteuert. Mit meinen fünf Toren und sechs Vorlagen bin ich insgesamt zufrieden. Ich fühle mich wohl bei der Fortuna. Mit dem Verein bin ich in guten Gesprächen über eine Vertragsverlängerung bis 2014. Es ist aber noch nichts unterschrieben.

bundesliga.de: Sie würden gerne im nächsten Jahr mit der Fortuna in der Bundesliga spielen?

Bröker: Ich hätte nichts dagegen.

bundesliga.de: In der Stadt herrscht rund um die Fortuna eine große Euphorie. Die Mannschaft spielt eine starke Saison und hält sich schon lange auf den Aufstiegsplätzen. Packt die Fortuna den Aufstieg?

Bröker: Die Euphorie in der Stadt ist wirklich riesengroß. Entsprechend ist die Erwartungshaltung der Fans nach unseren guten Leistungen in der Vorrunde gestiegen. Wir müssen jetzt wieder die Konstanz der Vorrunde in unser Spiel hinein bekommen. Wir sind vorsichtig mit unseren Äußerungen, was den Aufstieg betrifft. Aber wir wollen oben mit dabeibleiben, keine Frage.

bundesliga.de: Ist Eintracht Frankfurt der härteste Konkurrent im Aufstiegsrennen?

Bröker: Die Eintracht hat eine gute Mannschaft und den Anspruch und den Etat, wieder erstklassig zu werden. Sie ist sicher ganz vorne anzusiedeln.

bundesliga.de: Am Montag gastiert die Eintracht in Düsseldorf. Was erwarten Sie für ein Spiel?

Bröker: Ich freue mich sehr auf die Partie. Es gab ja im Vorfeld ein paar Äußerungen der Eintracht in unsere Richtung, die das Spiel noch einmal angeheizt haben. Wir werden sicher eine wunderbare Kulisse haben und wollen das Spiel unbedingt gewinnen.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski