Düsseldorf - In der Rückrunde der vergangenen Saison hat Fortuna Düsseldorf, nach anfänglichen Startschwierigkeiten, gezeigt, dass nach wie vor mit ihr zu rechnen ist. An den Spieltag 18 bis 34 sammelten die "Rot-Weißen" 31 Punkte und belegten in der entsprechenden Tabelle Rang 4.

Dieser lange Schlussspurt reichte am Ende dennoch nur zu einem 7. Platz. Die Meier-Elf war jenseits von Gut und Böse. In der neuen Spielzeit soll sich das ändern! Die Rheinländer wollen besser starten, als ihnen dies in der vergangenen Runde gelungen ist. Im exklusiven Gespräch mit bundesliga.de sprechen Mannschaftskapitän Jens Langeneke und Leitwolf Sascha Rösler über die Auftaktpartie gegen den VfL Bochum und das neue Gesicht der Fortuna-Elf.

bundesliga.de: Die Vorbereitung ist rum und die Saison 2011/12 steht unmittelbar bevor. Worauf freuen Sie sich?

Jens Langeneke: Insbesondere nach der relativ langen Vorbereitung vor dem Saisonstart und nach der Winterpause freut man sich als Fußballer immer, wenn es wieder richtig losgeht. Der Adrenalinstoß, wenn man vor stimmungsvoller Kulisse ins Stadion einläuft - besonders mit solch großartigen Fans wie in Düsseldorf - dafür lebt man als Profi.

bundesliga.de: Die Fortuna ist ungeschlagen durch die Vorbereitung gegangen. Inwieweit gibt das Rückenwind für die anstehende Spielzeit?

Sascha Rösler: Wir sind nicht unzufrieden, dass wir uns bislang so gut präsentieren konnten. Doch das Einzige, was zählt, ist der Saisonauftakt gegen den VfL Bochum am Montag - wenn es nämlich um Zählbares geht. Da müssen wir auf den Punkt hochkonzentriert sein, sonst nützt die beste Vorbereitung nichts.

bundesliga.de: Welches Ziel haben Trainer und Vorstand für diese Saison ausgegeben?

Rösler: Wir wollen natürlich besser starten als in der Vorsaison und auch im Abschlussklassement eine bessere Platzierung erlangen. Daneben haben wir alle den Wunsch, im DFB-Pokal in dieser Saison zumindest die 2. Runde zu erreichen.

bundesliga.de: Die Fortuna hat in der vergangenen Rückrunde groß aufgespielt und war in der Tabelle der Spieltage 18 bis 34 Vierter. Spielen Sie diese Saison wieder um den Bundesliga-Aufstieg mit?

Langeneke: Die Qualität in der Zweiten Liga ist enorm hoch, was man auch in der vergangenen Saison gesehen hat. Unser Ziel ist es, wie schon gesagt, besser abzuschneiden als im letzten Jahr. Wohin es letztlich führt, wird die Zeit zeigen.

bundesliga.de: Woran hat Norbert Meier mit Ihnen und der Mannschaft während der Sommerpause gearbeitet?

Rösler: Die Übungseinheiten waren, wie immer, von einem sehr breiten Spektrum bestimmt. Wir müssen sicherlich daran arbeiten, auch auswärts so selbstbewusst wie zuhause aufzutreten. Neben den ohnehin notwendigen konditionellen Grundlagen haben wir folglich an unserer Spiel- und Abschlussstärke gearbeitet - und unter anderem gegen hochkarätige Testspielgegner geprobt.

bundesliga.de: Das Gesicht der Mannschaft hat sich durch diverse Transfers doch relativ stark geändert. Inwieweit müssen Sie als Führungsspieler hier Integrationsarbeit leisten?

Langeneke: Die Neuzugänge sind glücklicherweise allesamt sportlich als auch charakterlich ein Gewinn für uns. Es sind sehr offene und kommunikative Typen. Schon nach wenigen Tagen hat man gemerkt, dass sie sich aktiv einbringen wollen. Das ist gut fürs Teamklima.

bundesliga.de: Besonders im Sturm ist der Konkurrenzkampf groß. Ist das leistungsförderlich oder sind vielleicht zu viele Offensivspieler im Kader?

Rösler: Man kann nie genügend Optionen haben. Zum einen ist jeder durch den Konkurrenzkampf angehalten, immer das Optimum aus sich herauszuholen. Darüber hinaus kann es immer mal zu einer Pechsträhne mit Verletzungen kommen, in der man für jede Alternative dankbar ist.

bundesliga.de: Das erste Spiel am Montagabend gegen den VfL Bochum haben Sie schon kurz angesprochen. Ist das direkt zum Auftakt ein Schlüsselspiel?

Langeneke: Natürlich ist es psychologisch ein großer Vorteil, wenn man mit einem Sieg in die Saison startet. Der VfL Bochum ist allerdings ein sehr starker Auftaktgegner, der uns alles abverlangen wird. Es ist gleich zu Beginn gewissermaßen eine Standortbestimmung.

bundesliga.de: Zählen Sie die Bochumer zu den Aufstiegsfavoriten? Wo liegen Ihre Stärken?

Langeneke: Der VfL zählt sicher zu den spielstärksten Teams der Liga und verfügt über eine große Auswahl von erfahrenem Personal. Friedhelm Funkel hat darüber hinaus schon bei anderen Vereinen seine Qualitäten unter Beweis gestellt. Nicht umsonst haben die Bochumer im letzten Jahr die Relegationsspiele erreicht.

bundesliga.de: Wie müssen Sie das Spiel gegen den VfL angehen, um drei Punkte einzufahren?

Rösler: Hoch konzentriert, mit allem Ehrgeiz und dem höchstmöglichen Level an Einsatzbereitschaft. Wir müssen uns sicherlich nicht verstecken, denn unsere Heimstärke der letzten Spielzeiten spricht für sich. Dann wird es auch für Bochum schwer, bei uns etwas mitzunehmen.

Die Fragen stellte Gregor Nentwig