Seit vier Jahren ist Thomas Reichenberger die feste Größe im Angriffsspiel des VfL Osnabrück und hat in 131 Punktspielen 71 Tore erzielt.

In der vergangenen Saison traf er 16 Mal und war gemeinsam mit Felix Borja aus Mainz der viertbester Torschütze der gesamten 2. Bundesliga.

Frage: Ist die Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr erkennbar verstärkt worden oder wurde vor allem das - wie Platz 12 zeigt, ja keineswegs niedrige - Niveau gehalten?

Thomas Reichenberger: Ich denke, die Qualität ist gewachsen, und der Kader ist auch in der Breite stärker geworden, wie man so schön sagt. Aber dass muss auch so sein, denn ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass diese Spielzeit sehr hart und schwierig wird, auch wenn die Liga nominell nicht so stark besetzt ist wie im vergangenen Jahr.

Frage: Für den VfL wird die kommende Saison jedenfalls sicher nicht leichter als die vergangene. Haben Sie den Eindruck, dass sich alle Beteiligten über die Schwere der Aufgabe im Klaren sind? Der Umstand, dass nur noch zwei Mannschaften direkt absteigen, könnte ja die eine oder andere Leichtsinnigkeit begünstigen.

Reichenberger: Das stimmt, aber ich glaube, diesen Fehler wird niemand machen. Wir wissen, dass wir erneut jeden Zentimeter umpflügen müssen, wenn wir wieder die Klasse halten wollen, und genau das haben wir auch vor. Außerdem haben wir ja gerade erst in Frankfurt gesehen, was passiert, wenn wir nicht mit der richtigen Einstellung zu Werke gehen.

Frage: Ein letztes Wort zum nächsten Gegner. In der vergangenen Saison haben Sie das Hinspiel gewinnen und aus Freiburg einen Punkt mitnehmen können. Haben Sie schon eine Idee, wie dieses erfreuliche Ergebnis wiederholt werden könnte?

Reichenberger: Die Freiburger werden auch in dieser Saison sehr schnell und spielstark sein, und in dieser Hinsicht sind sie durchaus ein Vorbild für uns. Wir müssen sie im Mittelfeld so pressen, dass ihr Kurzpassspiel gar nicht erst zur Entfaltung kommt und dann unsere eigenen Chancen suchen. Das wird kein leichtes Spiel, aber wir haben durchaus die Möglichkeit, erfolgreich zu sein. Die anderen Mannschaften müssen sich schließlich auch erst in der neuen Saison zurechtfinden.