Der 1. FC Nürnberg ist die dritte Trainerstation für Thomas von Heesen. Von 1998 bis 1999 und 2005 bis 2007 coachte er den DSC Arminia Bielefeld, 2000 bis 2001 schwang er das Zepter beim 1. FC Saarbrücken. Darüberhinaus war er noch als Sportdirektor in Hannover und Bielefeld tätig.

Im Februar 2008 übernahm von Heesen den Trainerposten beim abstiegsbedrohten 1. FC Nürnberg. Den Gang in die 2. Bundesliga konnte er aber nicht mehr verhindern.

Im Interview mit bundesliga.de blickt Thomas von Heesen auf die anstehende Saison.


bundesliga.de: Nach dem Abstieg aus der Bundesliga gelten Sie als ein Topfavorit auf den Aufstieg. Wie gefällt Ihnen die Rolle des Gejagten?

Thomas von Heesen: Das interessiert mich nicht, und das darf uns auch nicht interessieren. Diesen Druck gibt es im Fußball doch immer - aber ich konzentriere mich auf die Arbeit mit meinem Team.

bundesliga.de: Warum wird der "Club" den Wiederaufstieg packen?

von Heesen: In der vergangenen Saison sind mit Gladbach, Hoffenheim und Köln die spielerisch wohl stärksten Teams auch aufgestiegen, mit einer guten Abwehr und vor allem einem Top-Sturm. Aber in der 2. Bundesliga dürfen wir trotz der ordentlichen Qualität, mit der gespielt wird, auch das kämpferische Element nicht außen vor lassen darf - wir wollen für all das gewappnet sein.

bundesliga.de: Warum ist Ihre Mannschaft stärker als in der vergangenen Saison?

von Heesen: Es geht nicht darum, ob wir stärker sind als im vergangenen Jahr. Am Ende des Jahres müssen wir aufsteigen, mit der Mannschaft, mit dem Charakter und den Möglichkeiten, die wir haben.

bundesliga.de: Welche Clubs steigen auf? Und warum?

von Heesen: Die Kandidaten rekrutieren sich aus dem üblichen Kreis. Die beiden anderen Absteiger Duisburg und Rostock, die Teams, die auch vergangene Saison vorne dabei waren - und daneben wird es sicher auch wieder ein, zwei Überraschungsmannschaften geben, die um die Plätze oben mitspielen.

bundesliga.de: Was halten Sie von der Einführung der Relegation?

von Heesen: Sie gehört zu sportlichen Herausforderung. Wenngleich es immer ein wenig schade ist, wenn am Ende einer langen Saison eine Art Pokalwettbewerb entscheidet.

Die Fragen stellte Thorsten Schaff