Mike Büskens kennt sich aus in Düsseldorf. Am 19. März 1968 wurde der heutige Trainer der SpVgg Greuther Fürth unter seinem "bürgerlichen" Vornamen Michael in der Rhein-Metropole geboren. Von 1974 bis 1992 schnürte er für verschiedene Düsseldorfer Vereine die Fußballschuhe, insgesamt zehn Jahre für die Fortuna.

Mit der feiert Büskens am Freitagabend Wiedersehen (ab 20:15 im Live-Ticker/Liga-Radio!). Geschenke will Büskens trotz der Freude über das Treffen mit einigen alten Bekannten aber nicht mitbringen. "Ich wünsche der Fortuna wirklich alles Gute, aber die Serie soll reißen", sagt er. Die Gastgeber sind in dieser Saison zuhause noch ungeschlagen (zehn Siege, zwei Unentschieden).

Duell der Torjäger

Und die Fürther kommen mit breiter Brust in die ESPRIT arena. Fünf der jüngsten sieben Spiele haben die Franken gewonnen. Um als erstes Team in dieser Saison in Düsseldorf drei Punkte mitzunehmen, muss sein Team zuallererst auf die defensive Grundordnung achten, erklärt Büskens: "Wir müssen versuchen, den Gegner nicht in Führung gehen zu lassen. Sonst wird es ganz schwer. Meine Spieler dürfen ihren Gegenspielern daher nicht zu viel Raum lassen. Es kommt darauf an, kompakt zu stehen und hinten wenig zuzulassen."

Vorne sei man ohnehin immer für einen Treffer gut, versichert der Trainer, dessen Torjäger Sami Allagui (zehn Saisontreffer) zwischen 1999 und 2002 selbst in der Jugend der Fortuna aktiv war. Letztlich könnte sich das Duell auch an der Frage entscheiden, welcher der beiden Top-Stürmer seine Serie fortsetzen kann. Allagui hat in den vergangenen vier Auswärtsspielen der Fürther immer getroffen, Düsseldorfs Martin Harnik erzielte sechs der jüngsten elf Fortuna-Tore, so auch das 1:0 beim Erfolg in Aachen.

Büskens lobt Fortuna-Führung

Harnik ist laut Büskens das beste Beispiel für die gute Arbeit, die in seiner Heimatstadt geleistet wird. "Manager Wolf Werner und Trainer Norbert Meier hatten gerade bei den Transfers das richtige Näschen. Vor ihrer Arbeit habe ich den allerhöchsten Respekt", lobt er: "Insgesamt wurde und wird in Düsseldorf sensationell gearbeitet. Nicht umsonst steht die Fortuna auf Tabellenplatz 4."

Die Ambitionen, den Durchmarsch von der 3. Liga in die Bundesliga zu schaffen, will Büskens mit seinem Team aber zumindest für einen Abend bremsen. Fehlen werden lediglich Bernd Nehrig (Virus-Infektion) und Edgar Prib (Aufbautraining nach Sprunggelenks-Verletzung).

Meier: "Begeisterung auf die Ränge tragen"

Personell sieht es auch bei der Fortuna gut aus. Bis auf den gesperrten Kapitän Andreas Lambertz und die Rekonvaleszenten Michael Melka und Deniz Kadah hat Trainer Norbert Meier alle Mann an Bord. Und die sind heiß darauf, zumindest bis Sonntag mit dem auf Relegationsplatz 3 stehenden FC St. Pauli nach Punkten gleichzuziehen. "Oben dran bleiben" gibt Meier als Ziel aus, vom Aufstieg will er explizit gar nicht sprechen. Die Euphorie ist aber gleichsam groß, vor allem nach dem Derby-Sieg am Montag in Aachen. Die Begeisterung der Fans soll auch gegen Fürth wieder helfen.Vor eigenem Publikum ist die Fortuna seit 388 Minuten ohne Gegentor.

Im Angriff läuft es ohnehin. Die Leihgaben aus Bremen, Torjäger Harnik und Torsten Oehrl, harmonieren prächtig. Harnik erzielte acht seiner zwölf Treffer zuhause, Oehrl bereitete die letzten drei Tore der Fortuna vor. Und der wieder ins Mannschaftstraining eingestiegene Ranisav Jovanovic hofft auf einen Kurzeinsatz.

Was soll da eigentlich noch schief gehen? Norbert Meier weiß es: "Die Fürther sind äußerst spielstark und können nach Ballgewinn sehr schnell umschalten", warnt er nicht zu unrecht. Immerhin verloren die Düsseldorfer das Hinspiel in Franken mit 1:2. Und damals hatte die SpVgg noch nicht einmal den gebürtigen Düsseldorfer Mike Büskens als Chef an der Seitenlinie stehen.


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