Die Vorstellung von Miroslav Stevic als neuer Sportdirektor geriet etwas in den Hintergrund.

Denn gleichzeitig mit der Präsentation des 39-Jährigen stellte das vollzählig anwesende Präsidium einen Investor vor, der den TSV 1860 München in Zukunft finanziell unterstützen wird: Die Schwarzer Unternehmensgruppe mit Sitz in Berlin.

Investition in neue Spieler

Präsident Rainer Beeck sprach zunächst von einer Trendwende im sportlichen Bereich, die er bekannt geben wolle.

"Seit Ende November haben wir intensive Gespräche mit einem Investor geführt." Diese seien am Freitag zu einem positiven Abschluss gekommen. "Dadurch sind wir in der Lage, uns in den nächsten Transferperioden zu verstärken, um 2010 gezielt den Aufstieg angreifen zu können."

Stevic soll Aufbauarbeit leisten

Sein Stellvertreter, Dr. Michael Hasenstab, schränkte aber gleich ein. "Wir schwimmen dadurch jetzt nicht in Geld. Wir werden weiterhin ein strukturelles Defizit haben. Konkret heißt das, dass wir auch in Zukunft den Umsatz steigern und die Kosten senken wollen, damit wir die Mittel des Investors in die Mannschaft investieren können."

Helfen soll auch künftig Micky Stevic: Der 39-Jährige stellte sich in feinstem Zwirn den Münchner Medien vor. "Ich freue mich, euch zu sehen. Einige sind älter geworden - ich auch", sagte er zur Begrüßung. Leider habe er nicht mehr viel Zeit gehabt, um in der Winter-Transferperiode noch einiges bewegen zu können.

"Kurz sitzt gegen Mainz auf der Bank"

Auch wenn der Aufstieg in dieser Saison unrealistisch sei, "haben wir eine Verpflichtung gegenüber unseren Fans und Sponsoren. Wir müssen uns wieder mit Engagement und Leidenschaft präsentieren. Der Kader besitzt Stärke, hat aber ein Problem im Kopf", erklärte der WM-Teilnehmer von 1998.

Er habe sich am Montag noch mit Trainer Marco Kurz getroffen. Die beiden kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit als Spieler bei den Löwen. Außerdem machten sie zusammen die Fußball-Lehrer-Ausbildung an der Sport-Hochschule in Köln. "Ich möchte mir gerne ein Bild machen, bevor ich Entscheidungen treffe", bat er um Geduld, machte aber gleichzeitig klar: "Marco Kurz wird definitiv in Mainz Trainer sein. Ich werde ihn unterstützen und auf der Bank Platz nehmen."