Elf Tage Krankenhaus inklusive Thoraxdrainage und Vakuum-Gerät liegen hinter St. Paulis Carsten Rothenbach. Auf der Vereinsseite spricht er über seine schwere Verletzung.

Frage: In Wiesbaden sind Sie in der 51. Minute mit Ralph Gunesch zusammengeprallt. Ursprünglich hieß es, Sie hätten "nur" einen doppelten Rippenbruch erlitten. Was war es wirklich?

Carsten Rothenbach: Wir haben am Montag Routine-Untersuchungen wie eine Kernspin gemacht, um den Zustand der Organe zu überprüfen. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Rippen die Lunge verletzt haben. Im Laufe des Nachmittags ist meine Lunge dann kollabiert, also in sich zusammengefallen. Daraufhin bin in die Notaufnahme des UKE zur Behandlung.

Frage: Wie sah diese Behandlung aus?

Rothenbach: Ich habe eine Thoraxdrainage gelegt bekommen. Das heißt, dass man über einen seitlichen Schnitt die Thoraxdrainage durch den Brustkorb in die Lunge gelegt bekommt. Dann wird man an ein Gerät angeschlossen, welches das Vakuum der Lunge wieder herstellen soll. Es ist schwer zu erklären. Im Prinzip ist es so, dass man den Ursprungszustand der Lunge, die durch den Aufprall und die Verletzung aufgrund des Rippenbruchs in sich zusammen gefallen ist, wieder herstellen muss. Darum bekam ich die Thoraxdrainage und musste fünf Tage an das Vakuum-Gerät angeschlossen sein.

Frage: Wird Sie die Lungenverletzung zukünftig beeinträchtigen?

Rothenbach: Nein. Mir wurde auch recht früh bestätigt, dass keine Folgeschäden bleiben. Es ist durchaus üblich, dass so etwas bei einem Unfall geschehen kann; daher ist es nicht außergewöhnlich. Ich werde also keine bleibenden Schäden davontragen.

Frage: Gibt es Prognosen, wann Du wieder auf dem Platz stehen wirst?

Rothenbach: Das ist momentan schwer zu sagen. Entscheidend ist, wie schnell die Rippen jetzt wieder zusammenwachsen. Ich werde aber bereits in dieser Woche schon ein bisschen was machen können, wie laufen und Fahrrad fahren. Ansonsten muss ich abwarten, vielleicht kann ich nächste Woche schon die eine oder andere Übung auf dem Platz machen. Eine generelle Prognose zu stellen ist aber schwierig. Das war es auch im Krankenhaus. Erst war von drei oder vier Tagen die Rede, letztendlich hat es elf Tage gedauert. Es hätten aber auch genauso gut zwei Wochen werden können. Es wird wohl vier bis sechs Wochen dauern, bis so ein Bruch verheilt ist. Aber ich denke, dass ich schon vorher Sport machen kann. Vielleicht nicht das ganze Mannschaftstraining, aber sicherlich Teile davon.