Am 5. Spieltag (So. ab 13:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) der 2. Bundesliga treffen die zwei Bollwerke der Liga aufeinander. Union Berlin und der SC Paderborn 07 blieben beide in drei der ersten vier Spiele ohne Gegentor.

Doch wer nun denkt, dass die Trainer sich damit zufrieden geben, liegt falsch. Andre Schubert fordert wieder die Paderborner Kaltschnäuzigkeit der letzten Saison (68 Tore im Aufstiegsjahr): "Wir müssen die Qualität beim Torabschluss verbessern, müssen schneller den Abschluss suchen und im Strafraum einfach präsenter sein."

"Ominösen 40 Zähler auf das Konto"

Um mehr Akzente in der Vorwärtsbewegung setzen zu können, wurde in letzter Sekunde Mahir Saglik vom VfL Wolfsburg ausgeliehen. Und die Nachverpflichtung des Stürmers zeigte bereits am Wochenende Wirkung. Das spielfreie Wochenende nutzte der SC für ein Freundschaftsspiel gegen die Borussia aus Mönchengladbach. Neu-Paderborner Saglik nutzte die Bühne und vollstreckte zum 1:0 Endstand.

Bei den "Eisernen" aus Berlin will man vom Thema Aufstieg rein gar nichts wissen. Alle bleiben auf dem Teppich und versuchen bereits in der Anfangsphase der Saison den Grundstein für ein erfolgreiches Abschneiden zu legen. Von Coach Uwe Neuhaus konnte man jüngst hören: "Je schneller wir die ominösen 40 Zähler auf dem Konto haben, desto besser."

Der "neue Alte" solls richten

Neben Hüzeyfe Dogan (Schambeinentzündung und Erkältung) und Dominic Peitz (Innenbanddehnung) begab sich nun auch Kenan Sahin (Weisheitszahn) in ärztliche Behandlung. Zumindest Sahins Einsatz am Sonntag ist wohl nicht gefährdet. Weiterhin nicht zur Verfügung steht Torhüter Carsten Busch (Muskelfaserriss in der Wade), der sich beim Aufwärmen zum Testspiel in Ludwigsfelde (1:2- Niederlage) verletzte. Für ihn rückt Nachwuchsmann Christoph Haker in den Kader.

Festgelegt hat sich Paderborn Coach Andre Schubert, dass Saglik in der Startformation stehen wird. Die Rückenprobleme von Güvenisik und Krause sollen bis zum Spieltag weitgehend behoben sein. Während Toni Wachsmuth mit Knieproblemen ausfällt, dürfte Florian Mohr nach überstandener Achillessehnenblessur wieder in den Kader zurückkehren.


FSV Frankfurt - FC St. Pauli

Schaut man auf die Tabelle und zieht noch einige Statistiken zu Rate, gibt es wenig, dass den Fans des FSV Frankfurt Mut machen kann. St. Pauli gewann beide Auswärtsspiele mit einem überragenden Torverhältnis von 9:0, wohingegen bei Frankfurt in den vergangenen zwei Heimspielen nur ein Tor bei einem mageren Tor zu Buche steht.

Frankfurt hat also quasi keine Chance - genau diese könnten sie jedoch nutzen. St. Pauli kam bisher immer gut damit zurecht, wenn der Kontrahent eifrig mitspielte. Bleibt die Frage, wie sich die Hessen schlagen werden, wenn sie das Spiel selbst gestalten müssen. Holger Stanislawski warnt deswegen schon einmal: "In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Wenn wir nicht an unsere Leistungsgrenze gehen, werden wir es in Frankfurt schwer haben!"

Freibier in Frankfurt

Verletzt ausfallen werden den Hessen Alexander Klitzpera (Innenbanddehnung), Stefan Hickl (Gehirnerschütterung) sowie der langzeitverletzte Christian Müller (Kreuzbandriss). Kapitän Sead Mehic ist nach seiner Verletzung wieder fit und wird im zentralen Mittelfeld auflaufen. Bei Nordlichtern wird wohl Markus Thorandt aufgrund einer Achillessehnenreizung fehlen.

Die Gästefans vom Millerntor werden auf jeden Fall ihren Spaß haben. Der FSV feierte letztes Jahr bei St. Pauli den Klassenerhalt und feierte dann ausgelassen mit den "Kiez-Fans". Aufgrund dieses Erlebnisses spendiert der FSV Frankfurt Freibier für die Gästefans. Es werden 2.222 Freigetränke im Stadion ausgeschänkt.


Rot-Weiß Oberhausen - Alemannia Aachen

Völlig unbeeindruckt von der derzeitigen Situation zeigt sich der Aachener Interimstrainer Willi Kronhardt, der im Hinblick auf die kommende Partie am Sonntag bei Rot-Weiß Oberhausen Änderungen vornehmen will und nur ein Ziel vor Augen hat: "Wir wollen das Maximale aus der Partie holen, alles andere ist unwichtig!"

Oberhausen Coach Jürgen Luginger weiß noch nicht genau, wie er die Situation der Alemannen einschätzen soll: "Durch den Trainerwechsel sind einige Unbekannte hinzugekommen. Möglicherweise werden andere Spieler in einem anderen System zum Einsatz kommen." Mehr will der Interimscoach auch nicht rausrücken: "Ich habe einen geheimen Plan, von dem ich hoffe, dass er am Sonntag aufgeht."

Profidebut im Tor der Aachener

Dabei muss er auf einige Spieler verzichten. Bei der Suche nach der ersten Elf steht dem Aachener Coach neben Markus Daun (Kapselverletzung in der Kniekehle), Jérôme Polenz (Reha) und Abdul Özgen (Meniskusverletzung) auch Andreas Lasnik (Kreuzbandriss) nicht zur Verfügung. Im Tor wird entweder David Hohs oder Thomas Unger stehen, die durch den Ausfall von Thorsten Stuckmann (Nierenbeckenentzündung) zu ihrem ersten Profi-Einsatz kommen könnten.

Bei Oberhausen sieht die Personalsituation wie folgt aus: Kapitän Benjamin Reichert (Knieverletzung) arbeitet mit Hochdruck an seinem Comeback. Timo Uster kann mit seinem Knie allerdings keine Besserung vermelden. Er wird dem Kader nicht zur Verfügung stehen.