München - Der FC Energie Cottbus und der MSV Duisburg haben am vergangenen Spieltag Punkte liegen gelassen, daher zählt für beide Teams, die in der kommenden Woche im Pokal-Halbfinale aufeinander treffen, am Freitag nur ein Sieg, um in der 2. Bundesliga an den Aufstiegsplätzen dranzubleiben.

Denn Duisburg hat derzeit fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz und Cottbus sogar schon acht. Im Tabellenmittelfeld steigt ein "Nachbarschaftsduell" beim 1. FC Union Berlin, der 1860 München empfängt (alle Spiele ab 17:45 Uhr im Live-Ticker).

FC Energie Cottbus - FSV Frankfurt

Der FC Energie Cottbus will sich im Heimspiel gegen den FSV mit einem Sieg das nötige Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben holen, denn anschließend steht das DFB-Pokal-Halbfinale gegen Duisburg auf dem Programm. Trainer Claus-Dieter Wollitz erwartet von seinem Team hohe Konzentration auf dieses Spiel und lässt keinen Zweifel aufkommen: "Wir müssen, wollen und werden gewinnen."

Taktieren und Spieler schonen wird es daher bei den Cottbusern nicht geben. Auch der angeschlagene Stürmer Emil Jula wird trotz seiner immer wiederkehrenden Achillessehnenbeschwerden auflaufen. "Emil kann mal eine Trainingseinheit weglassen, das ist kein Problem. Aber er braucht Spielkondition. Und die holt er sich eben im Spiel", begründet Wollitz seine Entscheidung.

Der FSV will nach fünf sieglosen Partien endlich wieder einen "Dreier" einfahren. "Wir gehen nicht mit der Absicht ins Spiel, null Punkte zu holen, sondern mit Willen, Motivation, erhobenem Kopf und der Bereitschaft, alles zu tun", erklärt FSV-Cheftrainer Hans-Jürgen Boysen, der am Mittwoch seinen Vertrag bei den Frankfurtern verlängerte. Durch die beiden Ausfälle aufgrund der Gelb-Sperren, Mike Wunderlich und Christian Müller, ist Boysen aber zu Umstellungen gezwungen. "Momar N Diaye und Mario Fillinger rücken in den Kader auf", verriet der Coach. Verletzungsbedingt fehlen Tufan Tosunoglu (Kreuzbandriss), Andreas Dahlen (Bänderriss) und Marc Gallego (Magen-Darm-Infekt).




Rot-Weiß Oberhausen - MSV Duisburg

Während Duisburg vor rund einer Woche mit seinem Trainerteam um Milan Sasic verlängerte, sitzt bei RWO am Freitag ein neuer Coach auf der Bank. Theo Schneider ersetzt den von seinen Aufgaben entbundenen Hans-Günter Bruns und soll die Rot-Weißen vor dem Abstieg bewahren. Ein Sieg aus den letzten zehn Partien steht für die Gastgeber nur zu Buche, die Formkurve zeigt deutlich nach unten. Schneider, der von Borussia Dortmund kam und bereits als Spieler für RWO tätig war, kann bei seinem Debüt wieder auf Mittelfeldspieler Yohannes Bahcecioglu zurückgreifen. Der 22-Jährige absolvierte unter der Woche ebenso das volle Trainingsprogramm wie die zuletzt angeschlagenen Benjamin Reichert und Marinko Miletic.

Der MSV setzt gegen RWO auf die eigenen Fähigkeiten. "Wir wollen von der ersten bis zur letzten Minute Gas geben", verspricht Abwehrspieler Olivier Veigneau. "Das ist ein Derby, das sagt alles. Und es hat durch diesen personellen Wechsel vielleicht noch eine Steigerung erhalten zu dem, was dieses Spiel eh schon bedeutet", meint MSV-Trainer Sasic zur Veränderung bei den Gastgebern. Veigneau ergänzt: "So eine Situation ist immer ein Neustart für eine Mannschaft. Ich erwarte ein RWO-Team mit großem Willen."

Mittelfeldflitzer Sefa Yilmaz ist nach überstandenem Muskelfaserriss in dieser Woche wieder ins Training eingestiegen, für Routinier Ivo Grlic (Innenbandanriss) kommt das Derby und wohl auch das Pokal-Halbfinale in der kommenden Woche noch zu früh.Und ein großes Fragezeichen steht für den Freitag hinter Ivica Banovic, der mit einer Zerrung Trainingseinheiten verpasste.




1. FC Union Berlin - 1860 München

Union hat derzeit einen Lauf: Sieben Punkte aus drei Spielen stehen für die Hauptstädter auf dem Tableau, und damit vergrößerten die Berliner den Abstand zur Abstiegszone auf sieben Zähler. Mit einem "Dreier" am Freitag kann die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus zudem am Tabellennachbarn 1860, der momentan auf Rang 11 steht, vorbeiziehen. Verzichten muss der Coach allerdings auf Patrick Kohlmann und Christoph Menz. Entwarnung gibt es dagegen bei Ahmed Madouni. Der Innenverteidiger konnte nach belastungsbedingten Problemen mit dem linken Knie wieder problemlos in Training einsteigen.

Die Münchner "Löwen" warten seit vier Spielen auf einen Sieg. Bei Union Berlin will 1860 nun diese Negativserie beenden. "Wichtig ist, dass wir das Spiel wie in Aue angehen", sagt Trainer Reiner Maurer. "Irgendwann kommt dann auch wieder das Glück zurück." Der 51-Jährige glaubt fest daran, dass auf Dauer das Glück zum Tüchtigen zurückkehrt: "Wir brauchen mal wieder ein Erfolgserlebnis fürs Selbstvertrauen."

Allerdings fehlen Maurer mit Benjamin Lauth und Alexander Ludwig die zwei torgefährlichsten Spieler. Zusammen haben sie 14 der 26 Löwen-Treffer erzielt. Lauth fehlt wegen seiner 5. Gelbe Karte, Ludwig klagte über Adduktorenprobleme. "Er ist nicht hundertprozentig fit, deswegen bleibt er zu Hause", meint der Coach.