Köln - Crunch-Time in der 2. Bundesliga! Im Endspurt der Saison geht es im Montagabendspiel zwischen Eintracht Braunschweig und dem FC Erzgebirge Aue um wichtige Punkte auf beiden Seiten: Die Braunschweiger wollen im Aufstiegskampf dranbleiben, bei den Veilchen ist es das Ziel, die Klasse zu halten.

Es kommt also zum Showdown - mit zwei verschiedenen Zielen. "Montagabend ist immer etwas Besonderes. Weil du Zuhause unter Flutlicht spielen darfst", freut sich Torsten Lieberknecht auf das bevorstehende Duell gegen den FC Erzgebirge Aue.

Nimmt sich Braunschweig Mainz als Vorbild?

Eintracht gegen Aue - Diese Partie endete in keinem der bisherigen 17 Aufeinandertreffen torlos. In der Gesamtbilanz haben die Löwen leicht die Nase vorn. Sieben Siege, fünf Unentschieden und fünf Niederlagen stehen zu Buche. Die Bilanz ist nahezu ausgeglichen, der Abstand in der Tabelle ist jedoch größer: Braunschweig rangiert derzeit auf Platz sechs, könnte mit einem Sieg aber auf fünf Punkte an den Relegationsplatz ranrücken, wo momentan der Karlsruher SC steht.

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Die Löwen scheinen bei sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsrang drei schon so gut wie raus aus dem Aufstiegsrennen. "Wir haben in Aalen eine Chance liegengelassen, das wissen wir. Es nützt aber nichts, ständig zurückzublicken“, erklärte Thorsten Lieberknecht. Allerdings gab es vor elf Jahren schon einmal den Fall, dass ein Team eben sechs Zähler an den letzten fünf Spieltagen auf Rang drei aufholte: Der 1. FSV Mainz schaffte das 2003/04 auf Energie Cottbus! Unter dem damaligen Mainzer Trainer Jürgen Klopp starteten sie die Aufholjagd mit 13 von 15 möglichen Punkten.

In Braunschweig schiebt man das Thema Bundesliga fünf Spieltage vor Saisonende also noch nicht zu den Akten. "Ich bin überzeugt davon, das sagt mir mein Gefühl, dass wir noch einmal die eine Chance bekommen werden", so Lieberknecht. Den Gegner bezeichnete der 41-Jährige als "eine Mannschaft, die sich im Tabellenkeller positiv entwickelt hat." Dies macht er vor allem an seinem Trainerkollegen Tomislav Stipic fest: "Er hat dort die Leidenschaft wieder geweckt. Das passt wie die Faust auf´s Auge, Stipic und Aue."

Aue mit einem Sieg aus der Abstiegszone?

Doch auch die Veilchen brauchen die Punkte! Drei Zähler im heutigen Montagsspiel wären für das Erzgebirge im Abstigeskampf wohl gold wert. Mit einem Sieg könnte das Team von Tomislav Stipic die Abstiegszone verlassen und damit der Konkurrenz trotzen. Der FC St. Pauli steht durch die Niederlage beim 1. FC Heidenheim 1846 wieder auf dem letzten Tabellenplatz, zudem rutschte die SpVgg Greuther Fürther weiter in den Tabellenkeller. Der TSV 1866 München und der VfR Aalen holten immerhin ein Unentschieden.

Das Team aus Aue könnte somit einen wichtigen Schritt im Abstigeskampf machen! Dafür muss die Offensiv-Abteilung allerdings mithelfen: Nur 23 Tore nach 29  Partien sind klarer Negativrekord der Veilchen in der 2. Bundesliga. Die jüngste Auswärtsbilanz macht dagegen Mut! Der FC Erzgebirge hat nur eines seiner letzten fünf Partien auf fremden Plätzen verloren.

Saisonaus für Novikovas - Khelifi fehlt bei Braunschweig

Der FC Erzgebirge Aue muss beim Saisonendspurt um den Klassenerhalt ohne Mittelfeldspieler Arvydas Novikovas auskommen. Der Litauer hat sich am Mittwochabend beim Oberligaspiel der U 23-Mannschaft gegen Lok Leipzig (2:0) eine Syndesmoseverletzung am linken Sprunggelenk zugezogen.

Eintracht-Trainer Thorsten Lieberknecht muss auf eine Handvoll Spieler verzichten. Die Langzeitverletzten würden zwar Fortschritte machen, seien für Montag aber noch keine Option. Neuester Name auf der Ausfallliste ist Salim Khelifi. Der Schweizer zog sich in dieser Woche einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zu. "Eine weitere Offensiv-Option, die leider wegfällt", bedauerte Lieberknecht den Ausfall des 21-Jährigen. "Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass wir die lange und intensive Trainingswoche sehr gut genutzt haben, um uns bestmöglich auf die verbleibenden fünf Spiele vorzubereiten und einzuschwören."