Köln - Am 24. Juli rollt endlich wieder der Ball in der 2. Bundesliga (1. Spieltag im Überblick). Bis dahin nimmt bundesliga.de alle Clubs genau unter die Lupe - hier: Union Berlin.

Saisonziel:

Die Eisernen gehen in die zweite Saison mit Norbert Düwel. Galt die vergangene Spielzeit offiziell als Übergangssaison und begann schon fast traditionsgemäß mit einem Fehlstart, ist man in Berlin-Köpenick nun zuversichtlicher: Eine Platzierung zwischen Rang 1 und 6 soll es werden, Aufstieg dabei durchaus erwünscht. Trotz teils namhafter Verstärkungen muss aber wirklich alles passen, damit es mit dem Einzug in die Bundesliga etwas wird.

Taktik

Schon in der vergangenen Saison versuchte Düwel, durch eine Dreierkette in der Abwehr ein massiertes Mittelfeld zu erreichen. Das gelang mal mehr, mal weniger gut. Ob das 3-5-2 zum Standardmodell wird, hängt aber am Ende auch von der Form einzelner Personen ab sowie der Integration von Neuzugängen wie Bobby Wood oder Collin Quaner.

Neuzugänge im Fokus

© imago / Matthias Koch

Mit Stephan Fürstner (SpVgg Greuther Fürth), Dennis Daube (FC St. Pauli) und Raffael Korte (Eintracht Braunschweig) kamen  fürs Mittelfeld gestandene Zweitliga-Spieler von Ligakonkurrenten. Auch die Offensivspieler Bobby Wood, Collin Quaner und Adrian Nikci sowie Rechtsverteidiger Benjamin Kessel kennen die 2. Bundesliga und können die Mannschaft sofort verstärken. Der bereits in der vergangenen Saison ausgeliehene Maximilian Thiel vom 1. FC Köln konnte fest verpflichtet werden. Bei Sebastian Polter gelang dies nicht, der Topstürmer der letzten Spielzeit wechselte von Mainz nicht an die Alte Försterei.

Hoffnungsträger

Neben den Neuzugängen setzt Düwel vor allem auf Routiniers wie Kapitän Damir Kreilach, Offensivallrounder Sören Brandy sowie die Abwehrrecken Fabian Schönheim, Michael Parensen und Christopher Trimmel. Spannend dürfte die Entwicklung von Talenten wie Eroll Zejnullahu und Kenny Prince Redondo werden. Letztlich ist bei den Eisernen aber die Mannschaft der Star.

Formcheck

Durch die vergrößerte Breite im Kader und den einen oder anderen verletzungsbedingen Ausfall zeichnet sich noch keine klare Stammelf ab. Das beginnt bereits bei der Position zwischen den Pfosten, wo der Zweikampf zwischen Daniel Haas und Mohamed Amsif wohl frühestens bis zum Saisonbeginn entschieden wird. Dass der potentielle Königstransfer Sebastian Polter nicht zu realisieren war, schmerzt die Köpenicker. Eine bessere Platzierung als zuletzt Rang 7 scheint dennoch realistisch.

Von André Anchuelo

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