Köln - Am 24. Juli rollt endlich wieder der Ball in der 2. Bundesliga (1. Spieltag im Überblick). Bis dahin nimmt bundesliga.de alle Clubs genau unter die Lupe - hier: der TSV 1860 München.

Saisonziel

Im Vorjahr gelang der Klassenerhalt erst in buchstäblich letzter Sekunde. "Ich gehe fest davon aus, dass es uns nächstes Jahr nicht wieder passieren wird", sagte Trainer Torsten Fröhling nach dem 2:1-Sieg im Relegationsrückspiel gegen Holstein Kiel. Das dramatische Saisonfinale hat die Mannschaft zusammengeschweißt. "Wer durch dieses Stahlbad geht, der hat schon eine gewisse Qualität", betonte Fröhling. Der 48-Jährige hofft, dass seine Mannschaft gestärkt aus solch einer Saison hervorgeht.

Taktik

Die im Rückspiel der Relegation erprobte 4-4-2-Formation kristallisierte sich in den Testspielen als Fröhlings favorisierte taktische Grundordnung heraus. Der Coach der Löwen legt Wert auf Kompaktheit in der Defensive und Zielstrebigkeit im Spiel nach vorne. Dennoch hat der 48-Jährige auch alternative Spielsysteme in der Hinterhand. In der vergangenen Saison ließ Fröhling zumeist in einem 4-2-3-1 spielen, in der Vorbereitung testete er zuweilen auch eine offensivere 4-3-3-Grundordnung.

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Neuzugänge

Der TSV 1860 hat sich vornehmlich in der Defensive verstärkt. Die 51 Gegentore in der Vorsaison zeugen von den Sorgen in diesem Mannschaftsteil. Zudem fällt Guillermo Vallori mit einem Kreuzbandriss noch lange aus. Abhilfe soll der bundesligaerfahrene Brasilianer Rodnei schaffen. Der zweite Neue heißt Milos Degenek, ebenfalls Innenverteidiger. Der 21-Jährige gilt jedoch eher als Perspektivspieler.

Hoffnungsträger

In der Hinrunde der vergangenen Spielzeit hielten seine Tore die Münchner Löwen über Wasser, in der Rückrunde kam Rubin Okotie auch wegen einer Innenbanddehnung im Knie nicht mehr richtig in Tritt. In der Vorbereitung hinterließ der 28-Jährige bislang einen positiven Eindruck, erntete nach seinem Treffer im Test gegen den russischen Erstligisten FK Ufa (2:1) ein Sonderlob von Trainer Fröhling: "Für ihn war das ganz wichtig. Rubin haut sich im Training rein, er hat sich mit dem Tor selbst belohnt."

Formcheck

In den Testspielen präsentierten sich die Münchner Löwen größtenteils gut in Form, auch wenn ein Härtetest gegen Werder Bremen 1:3 verloren ging. Mit einem 2:1-Erfolg gegen den Schweizer Meister FC Basel setzte Fröhlings Team jedoch ein Ausrufezeichen. "Der Sieg hat uns gutgetan", urteilte der Trainer hinterher. Einziger Rückschlag ist die Verletzung von Jannik Bandowski. Der Flügelspieler fällt wegen eines Ermüdungsbruchs im Bereich der Fußwurzel auf unbestimmte Zeit aus.

Von Maximilian Lotz

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