Alte und neue Leistungsträger der Absteiger und Top-Teams der Vorsaison - © DFL Deutsche Fußball Liga
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2. Bundesliga

Vorschau-Check: Bielefeld, Fürth, HSV, Darmstadt, St. Pauli, Heidenheim

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Am 15. Juli beginnt endlich die neue Saison der 2. Bundesliga! Wer schlägt sich 2022/23 wie? bundesliga.de nimmt im ersten Teil des Teamchecks die beiden Bundesliga-Absteiger DSC Arminia Bielefeld und SpVgg Greuther Fürth sowie die Spitzenteams der Vorsaison Hamburger SV, SV Darmstadt 98, FC St. Pauli und 1. FC Heidenheim unter die Lupe.

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DSC Arminia Bielefeld

Das verflixte zweite Jahr in der Bundesliga endete für die Arminia mit dem Abstieg. Und wie so oft geht auch in Bielefeld dieser Abstieg mit einem Umbruch einher: Torwart Stefan Ortega (Manchester City), Abwehrchef Amos Pieper (SV Werder Bremen) und Flügelspieler Patrick Wimmer (VfL Wolfsburg) waren wichtige Kräfte für das Team, das künftig von Uli Forte trainiert wird. Der Italiener kam von Yverdon-Sport FC aus der Schweiz. Gemeinsam mit ihm will der Verein "in der 2. Bundesliga ein neues Fundament bauen, um unsere Mannschaft zu stabilisieren und weiterzuentwickeln", erklärte Geschäftsführer Sport Samir Arabi. Der direkte Wiederaufstieg ist kein Muss. Gut verstärkt hat sich der Absteiger allerdings, etwa mit Innenverteidiger Oliver Hüsing, der zuletzt beim 1. FC Heidenheim überzeugte, oder Rechtsverteidiger Silvan Sidler vom FC Luzern, der die Außenbahn offensiv wie defensiv beackern soll.

SpVgg Greuther Fürth

Das Rekordteam der 2. Bundesliga ist zurück: 1.126 Spiele hat die SpVgg Greuther Fürth in der zweithöchsten deutschen Spielklasse bereits absolviert, diesen Rekord baut das "Kleeblatt" nach dem Abstieg jetzt aus. Trainer Stefan Leitl, der das Team seit Februar 2019 betreut hatte, ist zu Hannover 96 gewechselt. Stattdessen hat nun der Schweizer Marc Schneider das Sagen, der zuletzt den belgischen Zweitligisten Waasland-Beveren trainiert hat. "Die Werte des Vereins, die Herangehensweise – realistisch, aber ambitioniert – und die Voraussetzungen beim Kleeblatt reizen mich ungemein", erklärte der neue Coach bei seiner Vorstellung. Er übernimmt ein Team, dass mehrere Leistungsträger wie Havard Nielsen (Hannover 96) oder Paul Seguin (1. FC Union Berlin) verloren hat. Zugleich gibt es spannende Zugänge, wie Angreifer Ragnar Ache, der von Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt ausgeliehen wurde, Armindo Sieb, der aus dem Nachwuchs des FC Bayern kommt, oder Sidney Raebiger, eines der größten Talente aus dem Nachwuchs von RB Leipzig. Fürth hat ein interessantes Team beisammen, von dem einiges zu erwarten sein dürfte.

Hamburger SV

Zum vierten Mal in Folge verpasste der HSV 2022 den Aufstieg in die Bundesliga. Diesmal war es denkbar knapp, denn die Entscheidung fiel erst in der Relegation gegen Hertha BSC. Anders als in den letzten Jahren gab es aber diesmal keinen Trainerwechsel zwischen den Spielzeiten. Tim Walter hat weiterhin das Vertrauen der Verantwortlichen und kann auf ein Team setzen, aus dem kein Leistungsträger weggebrochen ist. Von den Abgängen war zuletzt lediglich Faride Alidou (Eintracht Frankfurt) ein wichtiger Faktor. Mit Ransford Königsdörffer (SG Dynamo Dresden) und Filip Bilbija (FC Ingolstadt) sind zwei spannende junge Spieler von Absteigern nach Hamburg gewechselt, das Mittelfeld verstärkt Laszlo Benes von Borussia Mönchengladbach. Ohne Frage wird der HSV auch in dieser Saison wieder im Aufstiegskampf ein Wörtchen mitreden.

SV Darmstadt 98

Dass der SV Darmstadt 98 in der Vorsaison bis zum Ende um den Aufstieg kämpfen würde, kam für viele überraschend. Trainer Torsten Lieberknecht formte ein Team, das attraktiven und erfolgreichen Fußball spielte, im Sommer mit Toptorjäger Luca Pfeiffer (17 Tore, nach Leihe zurück zum FC Midtjylland) und Tim Skarke (1. FC Union Berlin) aber zwei wichtige Stützen der Offensive verlor. Kompensiert werden sollen die Abgänge zum einen mit dem neuen Mittelstürmer vom IFK Göteborg, Oscar Vilhelmsson, der als schwedisches Top-Talent gilt und für den die Lilien namhafte Konkurrenz ausstechen mussten. Zum anderen wurde vom FC Turin der dänische Linksaußen Magnus Warming ausgeliehen. "Meine Absicht ist es, hier die nächsten Schritte zu gehen und mich in einer der besten zweiten Ligen der Welt zu behaupten", erklärte der Däne.

2. Bundesliga: Die neuen Trikots der Clubs

FC St. Pauli

Zur Winterpause stand der FC St. Pauli auf Platz eins der 2. Bundesliga, doch auf die Herbstmeisterschaft folgte Platz fünf in der Endabrechnung, der Aufstieg war schon vor dem letzten Spieltag kein Thema mehr. In der Saison 2022/23 wollen die Kiezkicker einen neuen Anlauf nehmen, wenngleich das Ziel Aufstieg offiziell nicht ausgegeben wurde. Die große Frage vor der neuen Saison lautet, ob David Otto (TSG Hoffenheim) oder Johannes Eggestein (Royal Antwerpen) in der Lage sein werden, in die Fußstapfen von Guido Burgstaller zu treten. Der beste Angreifer von St. Pauli (18 Treffer) ist zurück in die Heimat zu Rapid Wien gewechselt und soll von den beiden Zugängen ersetzt werden. Für die Abwehr kamen mit David Nemeth (1. FSV Mainz 05) und Carlo Boukhalfa (SC Freiburg, zuletzt an Regensburg verliehen) weitere Spieler mit Potenzial.

1. FC Heidenheim

Der 1. FC Heidenheim geht in seine neunte Zweitliga-Saison in Serie und gehört schon seit einigen Jahren stets zum erweiterten Kreis der Aufstiegskandidaten. An der Brenz wird wirtschaftlich seriös gearbeitet, neue Spieler auch gerne von unterklassigen Teams verpflichtet, wie in diesem Jahr zum Beispiel Offensivmann Adrian Beck vom Regionalligisten SSV Ulm oder Lennard Maloney aus der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund. Letzterer bringt sogar ein paar Minuten Bundesliga-Erfahrung mit. Der namhafteste Zugang für die Elf von Trainer Frank Schmidt ist Jan-Niklas Beste vom SV Werder Bremen, der zuletzt in Regensburg für Aufsehen sorgte. Einen "hochveranlagten jungen Spieler und starken Standardschützen", nannte ihn Robert Strauß, Bereichsleiter Sport beim FCH. Die Heidenheimer gehen weiter ihren Weg und der kann bei optimalem Verlauf auch weiter nach oben führen als bis auf Rang sechs wie im Vorjahr.

Mögliche Rekorde und Jubiläen 2022/23