Köln - Am 24. Juli rollt endlich wieder der Ball in der 2. Bundesliga (1. Spieltag im Überblick). Bis dahin nimmt bundesliga.de alle Clubs genau unter die Lupe - hier: RB Leipzig.

Saisonziel

Nach der vergangenen Saison, in der es offiziell hieß, der Aufstieg sei kein Muss, ist diesmal klar: Nur der Aufstieg zählt! Alles andere wäre angesichts der eingesetzten Mittel und der eigenen Ansprüche eine herbe Enttäuschung. Und mit Ralf Rangnick ist das große Ziel nun auch noch eindeutig zur Chefsache geworden – der Sportdirektor übernahm für die neue Spielzeit zusätzlich das Amt des Cheftrainers.

Taktik

Hohes Gegenpressing, schnell vorgetragene Angriffe und generell spielbestimmendes Auftreten – die Marschrichtung ist klar. Vom System her kann das über ein 4-3-3, aber auch über ein 4-4-2 mit Doppelsechs laufen. Getestet wurden beiden Varianten intensiv, für beide ist zur Genüge passendes Personal verhanden. Auch ein flexibler Wechsel je nach Spielverlauf ist möglich.

Neuzugänge

© gettyimages / Mark Runnacles

Der aus Salzburg gekommene ungarische Keeper Péter Gulácsi hat genauso wie die ebenfalls aus der Mozart- in die Messestadt gewechselten Stefan Ilsanker (defensives Mittelfeld), Massimo Bruno (offensives Mittelfeld) und Marcel Sabitzer (Angriff) das Zeug zur Stammelf. Während Gulácsi sich wegen einer aus Österreich mitgebrachten Sperre zunächst hinten anstellen muss, gilt Ilsanker schon jetzt als neuer Chef. Mit Willi Orban (aus Kaiserlautern) und Atinc Nukan (Besiktas Istanbul) kamen zwei hochkarätige Innenverteidiger. Stürmer Davie Selke hat bei Werder Bremen bereits seine Bundesligatauglichkeit unter Beweis gestellt.

Hoffnungsträger

Neben den genannten Neuverpflichtungen ist auch den Routiniers Fabio Coltorti (Tor) und Tim Sebastian (Abwehrzentrum), Mittelfeldmotor Dominik Kaiser und dem Youngster Yussuf Poulsen im Angriff erneut eine gute Rolle zuzutrauen. Die Konkurrenz jedenfalls ist groß – das gilt für die Neue genauso wie die "Alten" (die, wie Poulsen, teilweise selber noch ganz am Anfang ihrer Karriere stehen).

Formcheck

Durch die größeren Personalveränderungen ging es in den Testspielen vor allem um das gemeinsame Einspielen und das Einstudieren neuer taktischer Varianten. Insgesamt darf die Vorbereitung als gelungen betrachtet werden, auch gegen namhafte Gegner wie Slovan Liberec, FC Southampton und Rubin Kasan setzten sich die Sachsen durch.

Von André Anchuelo

Saison-Vorschau: Alle 18 Clubs im Check