Köln - Drei Spiele stehen am Sonntag in der 2. Bundesliga auf dem Plan. Während der FC Ingolstadt dem Aufstieg ins Oberhaus mit einem Sieg bei Union Berlin ein großes Stück näher kommen kann, brauchen der FC St. Pauli und der VfR Aalen im Kampf um die Klasse jeden Zähler.

Union Berlin – FC Ingolstadt

Es läuft wieder beim Tabellenführer. Nachdem der Motor der Schanzer nach der Winterpause ein bisschen ins Stottern gekommen ist, gelangen zuletzt wieder drei Erfolge in Serie. "Der Siegeswille dieser Truppe macht mich stolz", erklärte Coach Ralph Hasenhüttl vor der schweren Auswärtsaufgabe an der Alten Försterei. Schon das Hinspiel (3:3) hat gezeigt, dass beide Mannschaften für eine Menge Offensivgeist und Kampf stehen.

Die Vorzeichen vor dem Rückspiel sind wieder vielversprechend. Was auch an den Berlinern liegt, die nun schon seit sieben Heimspielen ungeschlagen sind. Fünf davon konnte die Mannschaft von Trainer Norbert Düwel sogar gewinnen. “ Wir werden Ingolstadt zeigen, dass wir zu Hause eine Macht sind“, so der 47-Jährige. Die Bilanz in der 2. Bundesliga ist übrigens ausgeglichen: Beide Teams gewannen jeweils zweimal, dazu kommen fünf Unentschieden.

1. FC Heidenheim – FC St. Pauli

Die Fans der Hamburger erlebten in den vergangenen Wochen ein wahres Wechselbad der Gefühle. Dem 0:1 gegen Union folgte das furiose 4:0 gegen Fortuna Düsseldorf, ehe die Elf von Coach Ewald Lienen beim 0:3 gegen den Karlsruher SC einen gebrauchten Tag erwischte. Auch am letzten Spieltag gegen den 1. FC Nürnberg musste man bis zur letzten Minute bangen, doch dann erzielte Lasse Sobiech den wichtigen 1:0-Siegtreffer. Damit es in Heidenheim wieder mit einem Dreier klappt, hat Lienen ein einfaches Rezept. Heidenheim ist eine Mannschaft, die sehr aggressiv zu Werke geht und schnelle Leute hat. Wir brauchen die nötige geistige und körperliche Frische.“

Auch beim Gastgeber stimmte zuletzt die Einstellung. Beim 1:1 in Darmstadt kämpfte sich die Elf von Frank Schmidt nach einer schwachen ersten Halbzeit zurück und verdiente sich einen Punkt beim Aufstiegsaspirant. “Das war sehr wichtig für unsere Moral. Jetzt wartet mit Pauli eine Mannschaft auf uns, die schwer einzuschätzen ist und da unten eigentlich gar nichts zu suchen hat“, so Schmidt. Das Hinspiel am Millerntor konnte der FCH mit 3:0 für sich entscheiden.

FSV Frankfurt – VfR Aalen

© imago

Für das aktuelle Schlusslicht der Tabelle zählt in Frankfurt eigentlich nur ein Sieg. Und die Vorzeichen dafür könnten durchaus schlechter sein. Seit sechs Spielen ist der VfR nun schon ohne Niederlage - das ist Vereinsrekord in der 2. Bundesliga. Nach dem Dreier gegen Braunschweig will die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck nun nachlegen und sich für 0:1-Hinspielniederlage revanchieren. "Das möchten wir unbedingt korrigieren und die Punkte zurück holen. Wir werden nichts dem Zufall überlassen und aktiv sein“, so der Trainer.

Ganz anders ist die Stimmung beim Gastgeber, der bereits seit sieben Partien auf einen Erfolg wartet. Eine derartige Negativserie hatte es für die Frankfurter zuletzt vor über drei Jahren gegeben. Dennoch gibt sich Benno Möhlmann kämpferisch: “Fünf Spiele vor Saisonende, mit sieben Punkten Vorsprung, werden wir die nötigen Zähler erringen, um die Klasse zu halten. Da bin ich absolut zuversichtlich und motiviert. Die Aufgabe am Sonntag wird sicherlich nicht einfach, auch wenn wir eine hundertprozentig gute Leistung bringen.“

Thomas Ziemann