Köln - Zwei Spiele der 2. Bundesliga stehen am Samstag auf dem Programm (ab 12:45 Uhr im Liveticker). Während der Karlsruher SC beim 1. FC Nürnberg den zweiten Tabellenplatz festigen könnte, geht es für den Club darum, den Anschluss an die Top-4 herzustellen. Im zweiten Spiel geht es um viel: Der SV Sandhausen (14. / 25 Punkte) empfängt den VfR Aalen (17. / 19 Punkte). Das ist Abstiegskampf pur.

1. FC Nürnberg - Karlsruher SC

Das Duell zwischen dem Bundesliga-Absteiger aus dem Frankenland und den Karlsruhern, die derzeit auf dem zweiten Platz rangieren, verspricht eine Menge Spannung und Action. Das Hinspiel zwischen den beiden konnte der KSC deutlich mit 3:0 für sich entscheiden.

Bei Fortuna Düsseldorf landete der 1. FCN einen wichtigen Auswärtsdreier und drehte erstmals in dieser Saison einen Rückstand noch in einen Sieg. "In Düsseldorf gewinnt man nicht einfach so", sagte René Weiler am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem KSC-Spiel. "Wir haben dadurch Selbstvertrauen getankt."

Das Aufeinandertreffen mit Karlsruhe erwartet der Club-Trainer als "Duell auf Augenhöhe". "Ich gehe davon aus, dass beide Teams sehr viel investieren müssen für drei Punkte. Beide Mannschaften werden sich wahrscheinlich nicht viel schenken und sich einen heißen Fight liefern", freut sich René Weiler auf das Duell mit den Badenern.

"Wir werden auch dort mutig auftreten", verspricht KSC-Cheftrainer Markus Kauczinski."Wir möchten Nürnberg beschäftigen und unser Spiel durchziehen", so Kauczinski weiter.  Der FCN hat unter dem neuen Coach René Weiler fünf seiner letzten sieben Spiele gewonnen und ist mit jetzt 33 Punkten bis auf fünf Zähler an den auf Tabellenplatz zwei positionierten KSC herangerückt. Dementsprechend werde es ein "heißer Tanz" und eine "schwere Aufgabe" im Frankenland, prophezeit der 45-jährige.

Vorschaufakten zum Duell und mögliche Aufstellungen

SV Sandhausen - VfR Aalen

Andrew Wooten bescherte den Sandhäusern im Hinspiel einen 1:0-Auswärtserfolg in Aalen. Der VfR ist auf Revanche aus, und will sich mit einem Sieg etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. Gleiches gilt aber auch für den SVS, der mit drei Punkten sogar vorübergehend ins Tabellenmittelfeld vorstoßen könnte.

Mit Blick aufs Tableau stellte Alois Schwartz, Trainer des SVS, vor dem 23. Spieltag klar: "Wir sind nie der Favorit – auch nicht gegen Aalen." In der 2. Bundesliga gehe es Woche für Woche sehr eng zu. "Und so wird es auch am Samstag sein", sagte der 47-Jährige. Um erfolgreich zu sein, müsse seine Elf abrufen, was sie zuletzt auswärts abgerufen habe.

Der 3:1-Sieg in Ingolstadt und das 0:0 in Fürth reihten sich an das 0:0 gegen St. Pauli, so dass die Männer vom Hardtwald seit der Winterpause noch ungeschlagen sind. Gleichwohl: "Wir wollen unseren Zuschauern mal wieder drei Punkte schenken. Es wird langsam Zeit."

"In den kommenden Wochen warten Spiele auf uns, in denen es um alles geht. Dies beginnt schon am Samstag gegen Sandhausen. Für uns ist es ganz wichtig, dort zu punkten, am besten dreifach. Bei allem Respekt vor dem Gegner sind wir einfach verpflichtet, den nächsten Schritt zu machen", machte hingegen der Aalener Coach Stefan Ruthenbeck bei der wöchentlichen Pressekonferenz deutlich.

Hoffnung mache die Tatsache, dass der VfR nach wie vor noch alles in der eigenen Hand habe. "Wir haben sowohl Aue als auch 1860 München noch vor der Brust. Es ist nun aber unheimlich wichtig, dass wir ins Punkten kommen."

Dies haben die Aalener gegen die Topteams aus Darmstadt und Ingolstadt geschafft. Gerade das Duell gegen die "Schanzer" macht Mut für die anstehenden Aufgaben. Mit gleichem Engagement gilt es nun am Samstag in Sandhausen zu Werke zu gehen.

"Der SVS zeichnet sich Jahr für Jahr durch eine große Disziplin aus. Sie machen wenig Fehler und kassieren dementsprechend wenig Gegentreffer. Im Angriff hat Alois Schwartz eine Vielzahl an hochkarätigen Stürmern zur Auswahl, trotzdem haben sie im Abschluss auch ihre Probleme. In einigen Partien war sicher auch etwas Pech dabei. Ich rechne mit einem Duell auf Augenhöhe, in dem die Tagesform mitentscheidend sein wird", so der VfR-Coach über den Gegner.

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