Köln - Erst zum zweiten Mal treffen der Karlsruher SC und RB Leipzig in der 2. Bundesliga aufeinander (ab 20 Uhr im Liveticker). Für den KSC wird es außerdem das erste Montagabendspiel seit drei Jahren.

"Für uns ist das deshalb durchaus etwas Besonderes", sagt Trainer Markus Kauczinski zur Terminierung des Spiels. Für den Chefcoach ist es sogar das allererste Zweitligaspiel als Trainer des KSC an einem Montagabend.

Neue taktische Ausrichtung?

Nach der 1:3-Niederlage in Leipzig im Hinspiel will der KSC jetzt natürlich einen Dreier einfahren, Kauczinski erwägt sogar einen Systemwechsel. "Diese Möglichkeit besteht. Wir überlegen, ob wir mit zwei Spitzen oder einem Zehner agieren. Unabhängig davon wissen wir, dass wir Dinge defensiv und offensiv besser machen müssen. Wenn wir hier etwas holen möchten, dann müssen wir manches anders und auch konsequenter machen."

Die Rückrunde verlief bisher durchwachsen: Zwei Siege, drei Remis und eine Niederlage hat Karlsruhe auf dem Konto, in der Tabelle steht der Club nach 23 Spieltagen auf dem 4. Platz. Nach der Partie gegen Leipzig warten außerdem der FC Ingolstadt 04 und der 1. FC Kaiserslautern: "Wir freuen uns, dass jetzt die entscheidenden Spiele kommen", sagt der Trainer zu den anstehenden Topduellen.

Verzichten muss der KSC gegen Leipzig auch weiterhin auf Dennis Kempe (Wadenprobleme) und Ilian Micanski (Bänderverletzung). Außerdem fehlen Jannik Dehm (grippaler Infekt), Manuel Torres (fünfte gelbe Karte) und Jan Mauersberger (Muskelfaserriss). "Möglich sind deshalb Einsätze von Boubacar Barry oder Jungbin Park im rechten Mittelfeld", so der 45 Jahre alte Coach.

Beierlorzer: "Werden ein gutes Spiel abliefern"

Sechs Punkte aus den letzten sechs Spielen - zu wenig für RB Leipzig, die zu Beginn der Hinrunde die Aufstiegsplätze eigentlich fest im Visier hatten. Hoffnung macht aber der 3:2-Sieg gegen den 1. FC Union Berlin am letzten Spieltag. Und auch im DFB-Pokal zeigte RB trotz 0:2-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg eine starke Leistung. "Für uns gilt jetzt, das Positive aus der DFB-Pokal-Partie und dem Union-Spiel mit nach Karlsruhe zu nehmen", ist Abwehrspieler Lukas Klostermann optimistisch.

Achim Beierlorzer ist trotzdem gewarnt: "Das ist eine gewachsene, gut eingespielte Mannschaft mit einigen guten Fußballern in ihren Reihen. Markus Kausczinski hat es wieder geschafft, eine funktionierende Mannschaft zusammenzustellen."

An seine Mannschaft glaubt der Interimstrainer aber: "Wir stehen vor einem schweren Spiel, sind aber wild entschlossen, unseren Weg auch in Karlsruhe weiterzugehen. Mit der Art und Weise, wie die Mannschaft derzeit auftritt, bin ich überzeugt, dass wir am Montag gegen Karlsruhe ein gutes Spiel abliefern werden."

RB wird ohne Tim Sebastian nach Karlsruhe reisen, der Innenverteidiger zog sich im DFB-Pokal eine Kapselverletzung im linken Knie zu. Der Einsatz von Georg Teigl ist weiter fraglich, dafür melden sich Omer Damari und Marvin Compper wieder zurück.

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Linktipp: Beierlorzer im Interview mit bundesliga.de.