Köln - Zum Abschluss des 6. Spieltags in der 2. Bundesliga empfängt der FC St. Pauli am Abend den TSV 1860 München (Anstoß 20.15 Uhr). Mit einem Sieg könnten die Gastgeber aus Hamburg die unteren Tabellenplätze verlassen.

Nach einem durchwachsenen Saisonstart konnte St. Pauli an den vergangenen beiden Spieltagen jeweils punkten. Einem Sieg gegen Arminia Bielefeld (2:1) folgte ein 1:1-Unentschieden gegen den Karlsruher SC. Geht es nach Trainer Ewald Lienen, dann darf seine Mannschaft am Donnerstagabend an die guten Leistungen der letzten Spieltage gerne anknüpfen und mit einem Dreier in der Tabelle ein bisschen nach oben klettern. Mit vier Punkten stehen die Paulianer aktuell auf dem 16. Tabellenplatz. „Wir müssen uns weiter stabilisieren. Es geht für uns darum, dass wir hinten zu Null spielen. Dann können wir es uns leisten, dass wir vorne nicht jede Chance reinmachen“, erklärt Lienen.

Auf die Tagesform kommt es an

Mit 1860 München trifft St. Pauli auf eine erfahrene Mannschaft, die nach dem Bangen um den Klassenerhalt in der letzten Saison dieses Mal ganz erfolgreich in die Spielzeit gestartet ist (7 Punkte, Platz 12). Allerdings gab es nach drei ungeschlagenen Spielen in Folge zuletzt eine Heimniederlage gegen Union Berlin. (1:2). Vielleicht auch deswegen sieht 1860-Geschäftsführer Thomas Eichin die Münchner Löwen nicht als Favorit. „In dieser Phase der Saison ist vieles von der Tagesform abhängig, jeder kann jeden schlagen“, sagt der 49-Jährige. Er setzt darauf, dass sein Team nach der jüngsten Niederlage mit einer ordentlichen Portion „Wut im Bauch“ auftreten wird. „Ich hoffe, dass wir etwas mitnehmen.“

Zum Saisonende 2008/09 übernahm Ewald Lienen den Trainerposten bei 1860 und sicherte mit einem Punkt den Klassenerhalt. Ein Jahr später wurde der Vertrag wieder aufgelöst. © imago

Immerhin ist St. Pauli eine Art Lieblingsgegner für 1860 München. In den letzten vier Duellen in der zweiten Bundesliga gingen die Löwen immer als Sieger vom Platz – aktuell die längste Siegesserie gegen einen Gegner in dieser Spielklasse. Zuvor haben allerdings die Hamburger vier Mal in Folge gewinnen können.

Der Termin am Donnerstagabend ist hingegen ein gutes Omen für die Gastgeber. Der FC St. Pauli verlor keines der letzten sieben Zweitliga-Spiele an einem Donnerstag (5 Siege, 2 Unentschieden).