Mit einem Sieg kann der MSV (links mit Steffen Bohl) zu den Münchener Löwen (mit Michael Liendl) aufschließen
Mit einem Sieg kann der MSV (links mit Steffen Bohl) zu den Münchener Löwen (mit Michael Liendl) aufschließen
2. Bundesliga

Vor MSV-M60: Interview mit Bohl und Liendl

Köln - Der Abstiegskampf in der 2. Bundesliga wird immer dramatischer. Jetzt hat auch der MSV Duisburg wieder realistische Chancen, zumindest noch den TSV 1860 München vom Relegationsplatz zu verdrängen. Am Freitag treffen die beiden Traditionsvereine in Duisburg aufeinander. bundesliga.de bat Duisburgs Steffen Bohl und Münchens Michael Liendl zum Doppelinterview.

Bohl: "Wir können mit der Situation umgehen"

bundesliga.de: Michael Liendl, nach einer Siegesserie von drei Dreiern am Stück und dem Sprung auf Platz 15 sind die Löwen wieder seit vier Spielen sieglos und auf den Relegationsplatz abgerutscht. Der Vorsprung auf Schlusslicht Duisburg ist auf drei Punkte geschmolzen. Wieso hat die Mannschaft nach dem Zwischenhoch den Faden wieder verloren? Welche Fehler müssen jetzt vermieden werden?

Michael Liendl: Wir haben den Faden verloren, weil wir nicht zu 100 Prozent auf dem Platz waren, die Zweikämpfe nicht so angenommen haben, die Körpersprache hat nicht gepasst. Das muss sich ändern – prinzipiell müssen wir von Anfang an richtig auf dem Platz sein.

bundesliga.de: Steffen Bohl, der MSV Duisburg hat nur eines der letzten sechs Spiele verloren und zuletzt sensationell in Nürnberg gewonnen. In diesem Zeitraum haben die Zebras vier Punkte auf den Relegationsplatz aufgeholt und nun nur noch drei Punkte Rückstand. Trotzdem steht der MSV immer noch auf dem letzten Platz. Wie groß ist Ihre Zuversicht, dass der Mannschaft die Punktlandung gelingt und sie am 34. Spieltag zumindest auf Platz 16? Was spricht dafür?

Steffen Bohl: Viele hatten uns schon abgeschrieben, wir aber sind positiv geblieben, haben Ruhe bewahrt und an uns geglaubt. Wir waren in keiner Partie chancenlos, haben uns immer mehr stabilisiert und auch auswärts regelmäßig gepunktet. Wir sind ein gutes Team, eine Einheit und haben die Unterstützung der Fans. Mit dem Sieg in Nürnberg haben wir zusätzlich Selbstvertrauen getankt und gehen daher mit einem guten Gefühl in die Partie am Freitag.

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