München - Bleibt es nach wie vor spannend oder fallen die nächsten Entscheidungen? Am Sonntag (ab 13:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) geht es in zwei der drei Zweitliga-Partien um alles! Der 1. FC Kaiserslautern kämpft im Spiel gegen gegen den FSV Frankfurt um Relegationsplatz 3 - doch auch die Hessen mischen noch munter mit im Rennen um die letzte Aufstiegsmöglichkeit.

Von solcherlei Sphären sind der MSV Duisburg und der FC St. Pauli weit entfernt. Zwischen den beiden Traditionsclubs geht es um Punkte gegen den Abstieg. Vollkommen entspannt treten sich 1860 München und Union Berlin gegenüber, für die die Frage der Ligazugehörigkeit bereits beantwortet ist.

Aus dem Zweikampf um den Relegationsplatz ist ein Dreikampf geworden. Auf einmal mischt der FSV Frankfurt mit im Rennen um den Bundesliga-Aufstieg. Nur zwei Punkte fehlen den Hessen auf den FCK, doch von der möglichen Sensation will Benno Möhlmann vorerst nichts wissen. "Es ist wichtig, dass wir uns auf das konzentrieren, was entscheidend ist. Das sind die fußballfachlichen Dinge", sagte der Trainer.

Zu verschenken hat der FSV dennoch nichts, ganz im Gegenteil. "Die Spieler brennen auf ihren Einsatz. Wir sind einfach gefragt, Siegermentalität zu zeigen und unsere bestmögliche Leistung auf den Platz zu bringen", sagte Möhlmann, der wahrscheinlich wieder auf Björn Schlicke, Zafer Yelen und Alexander Huber zurückgreifen kann.

In der Pfalz nimmt man den Konkurrenten durchaus ernst. "Wir wollen gegen den FSV wie gegen Köln auftreten. Wir müssen unbedingt gewinnen, um einen direkten Konkurrenten auf Abstand zu halten", sagte Franco Foda. Personell kann Foda bis auf die Langzeitverletzen auf alle Spieler zurückgreifen.



Schiedsrichteransetzungen

"Wir haben die Möglichkeit, den Klassenerhalt perfekt zu machen", sagte Goran Sukalo vor der Partie seines MSV gegen den FC St. Pauli. Der Blick auf die Tabelle zeigt, dass das Thema Abstiegskampf mit einem Sieg erledigt wäre. Außerdem ist nach dem 1:4 im Hinspiel noch eine Rechnung offen. Definitiv nicht mithelfen kann Sören Brandy (Gelbsperre). Fraglich ist der Einsatz von Ranisav Jovanovic, der die gesamte Woche über Wadenprobleme klagte.

Beim FC St. Pauli ist die Lage brenzlig. Nur fünf Punkte liegen die Hanseaten vor dem Relegationsplatz 16. Grund genug für Michael Frontzeck, mit seiner Mannschaft in Harsewinkel ein Kurztrainingslager zu beziehen. "Wir werden uns intensiv mit dem MSV, aber auch mit unserem eigenen Spiel beschäftigen", sagte der 49-Jährige. Damit es mit dem womoglich erlösenden "Dreier" klappt, muss seine Mannschaft das "Abwehrverhalten verbessern", so Frontzeck, der in Duisburg auch wieder auf den zuletzt verletzten Florian Kringe zurückgreifen kann.



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Nachdem sich die Münchner "Löwen" aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet haben, geht es für die Mannschaft nur noch um einen versöhnlichen Saisonausklang. Gegen Union Berlin soll unbedingt ein Sieg her. Im Jahr 2013 konnte der TSV im eigenen Stadion noch kein einziges Spiel für sich entscheiden. "Der Punktgewinn in Köln hat uns gut getan, war wichtig fürs Selbstvertrauen. Gegen Union will die Mannschaft mit aller Macht gewinnen", sagte Trainer Alexander Schmidt.

Union will eine Niederlage in der bayerischen Landeshauptstadt freilich vermeiden, die Statistik spricht allerdings klar gegen die Berliner: Alle bisherigen drei Gastspiele bei den Münchnern gingen verloren.

Personell kann Union-Trainer Uwe Neuhaus am Wochenende aus dem Vollen schöpfen. Bei den "Löwen" kehrten am Freitag die zuletzt angeschlagenen Daniel Bierofka und Rob Friend ins Mannschafttraining zurück und stehen gegen die Hauptstädter wieder im Kader. Fehlen wird hingegen Youngster Stefan Wannenwetsch, der Probleme im Leistenbereich hat.



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