Köln - Was ergeben sechs Übersee-Container, ein Traditionsverein, viele Ideen und noch mehr tatkräftige Unterstützung von Fans und Sponsoren? Ein FanHaus für Eintracht Braunschweig! Zumindest das Richtfest für die kommende 300 Quadratmeter große Anlaufstelle der Eintracht-Fans konnte am Mittwoch, 20. Juni schon gefeiert werden.

"Auf dass das FanHaus ewig steht und es mit Eintracht weiter aufwärts geht", lautete der Richtspruch von Baukoordinator Matthias Lenz vor 50 geladenen Gästen. Nach dem offiziellen Ende der Rohbauarbeiten beginnen jetzt die Innenarbeiten; bis zum Spätsommer oder Herbst soll das FanHaus endgültig fertig sein.

Fans und Sponsoren packen gemeinsam an



"Das FanHaus ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt, hier haben Fans, Helfer und Sponsoren zusammen angepackt und gearbeitet. Dadurch ist ein solches nichtkommerzielles Projekt überhaupt erst möglich geworden", sagt Karsten König, Leiter Fanprojekt Braunschweig. Das Fanprojekt wird seine Arbeit im Obergeschoss des FanHauses fortsetzen, sobald nach langer Planungs- und Umsetzungshase die Arbeit in den blau-gelben Containern beginnen kann.

Vor zwei Jahren im Sommer hatte alles so richtig angefangen. Am 9. Juli 2010 absolvierte Eintracht Braunschweig im Rahmen der Gazprom-Initiative "Gib Gas gegen Gewalt" ein Testspiel gegen den FC Schalke 04. Nach Abzug aller Kosten stand fest, dass 45.000 Euro in den Bau eines Fanhauses investiert werden können. Mit der Gründung einer Fanhaus UG nahm das Projekt im Dezember 2010 weiter Fahrt auf.

Erster und zweiter Bauabschnitt im November 2011 abgeschlossen



Etwa ein Jahr später trafen die sechs Container in Braunschweig ein. Im September 2011 wurde die Baugenehmigung für das FanHaus erteilt, der erste und zweite Bauabschnitt wurde im November abgeschlossen. Nach der Anlieferung der Übersee-Container auf dem Stadiongelände im März 2012 konnte als nächster wichtiger Etappenschritt das Richtfest gefeiert werden.

"Das FanHaus ist von zentraler Bedeutung für die Fanarbeit in Braunschweig. Die Fanszene hat praktisch gemeinsam ihr eigenes Haus gebaut und ihr eigenes Projekt geschaffen und damit ein zu Hause in Stadionnähe gefunden. Das ist eine sehr gute Basis, um miteinander zu reden und zu diskutieren", so Karsten König.

FanHaus hinter der Südkurve aufgebaut



Das FanHaus steht hinter der Südkurve des EINTRACHT-STADIONs. Im Erdgeschoss werden jeweils ein großer Veranstaltungs- und Funktionsraum, eine Küche sowie Toiletten eingerichtet. Im Obergeschoss werden neben den Büros des Fanprojekts eine Radiostation, ein Lagerraum und ein großes Forum für Veranstaltungen, Seminare und die "FanHochschule" entstehen.