34 Spieltage voller Spannung, toller Tore und atemberaubenden Spielen in der 2. Bundesliga! Noch ist die Saison nicht vorbei, denn es stehen die Relegationsspiele an.

Aber dennoch ist es Zeit, um Fazit zu ziehen und einen Rückblick zu wagen. Wer hat sich ins Rampenlicht gespielt? Wer stand besonders im Fokus? Was waren die besonderen Randnotizen? bundesliga.de hat Wissenswertes gesammelt.

Trainer der Saison: Jörn Andersen

Es ist nie leicht in große Fußstapfen zu treten. Schon garnicht beim 1. FSV Mainz 05, wo Jürgen Klopp nicht nur als Trainer eine große Nummer war, sondern schon als Spieler sich in die Mainzer Herzen spielte. Nun sollte es also Jörn Andersen richten - der Mann, der in der Vorsaison mit Kickers Offenbach aus der 2. Bundesliga abgestiegen war. "Der Trainer hatte kein leichtes Jahr", sagt Mainz-Manager Christian Heidel. Doch der Norweger setzte seine Linie konsequent durch und wurde am Ende mit dem Aufstieg belohnt! Am Ende feierte sogar sein Vorgänger Jürgen Klopp mit dem früheren Bundesliga-Star bei der Aufstiegsparty.

Comeback der Saison: Andreas Zachhuber

Der Abstieg aus der Bundesliga in der Vorsaison war schon bitter genug, doch plötzlich drohte dem FC Hansa Rostock sogar der Abstieg in die Drittklassigkeit. Weder Frank Pagelsdorf noch Dieter Eilts hatten Glück bei den Hanseaten. Am 8. März verkündete die Rostocker Führung die Verpflichtung von Andreas Zachhuber. Der Mann, der Hansa schon 1999 und 2000 vor dem Abstieg in der Bundesliga rettete. Und siehe da: Bei seinem Comeback auf der Rostocker Trainerbank blieb er in allen elf Spielen ungeschlagen und sicherte den Klassenerhalt. Inzwischen hat Zachhuber seinen Vertrag beim FC Hansa verlängert. Die Erfolgsstory an der Ostsee soll weitergehen.

Aufsteiger der Saison: Julian Schuster

45 Minuten gegen Leverkusen - eingewechselt für Roberto Hilbert im Oktober 2007. Und wieder für Hilbert - im April 2008 gegen den 1. FC Nürnberg - drei Minuten. Mehr gab das Profi-Zeugnis von Julian Schuster bis zu dieser Saison nicht her. Nicht nur aus diesem Grund ist es bemerkenswert, wie wichtig Julian Schuster für den SC Freiburg ist: Im System von Robin Dutt ist der 23-Jährige der Dreh- und Angelpunkt. Besonders gefürchtet sind seine Standards. Deswegen verpasste man ihm in Freiburg schon den Spitznamen "Breisgau-Beckham" Sechs Mal traf Schuster in 26 Spielen - in der Bundesliga trifft er auf den Club, bei dem Schuster aufgewachsen ist und seine erste Profierfahrung machte: VfB Stuttgart...

Schock der Saison: Berkant Göktan

Was war das für eine tolle Geschichte! Berkant Göktan, ehemaliges Jahrhundert-Talent des FC Bayern, das gescheitert schien und sich im "Englischen Garten" in München fit halten musste, weil er keinen Club fand. Über die zweite Mannschaft des TSV 1860 München empfahl sich der Türke für die Profis und avancierte in kürzester Zeit zum Leistungsträger. Zehn Tore erzielte Göktan in 24 Zweitliga-Spielen, war 2008 der torgefährlichste Spieler der 2. Bundesliga. Die Saison 2008/09 startete mit diversen Verletzungen und gipfelte mit der Entlassung bei den "Löwen" wegen Kokainmissbrauchs. Göktan ist heute vereinslos und ob er den Anschluss im Profi-Fußball noch einmal packt, ist mehr als fraglich.

Abschied der Saison: "Tschö Tivoli!

739 Spieler, 55 Trainer, 251 verschiedene Gegner - die Bilanz des Tivoli, der über 100 Jahre lang Spielstätte der Alemannen war, ist beeindruckend. Nun ist der Aachener Fußballtempel Geschichte. Alemannia Aachen zieht in ein neues Stadion und verabschiedet sich von einem der außergewöhnlichsten Spielstätten Deutschlands. "Das letzte Tivoli-Tor habe ich heute erzielen können. Das bedeutet mir noch mehr als die Torjägerkanone." Diese Worte von Benny Auer nach dem 4:0 gegen den FC Augsburg sagen alles. "Wir werden versuchen, ein großes Stück der Atmosphäre hinüberzuretten", sagt Alemannia-Präsident Horst Heinrichs. Die Nostalgie soll eben auch im modernen Tivoli weiterleben.