Köln - Die Verfolger stehen in den Startlöchern: Nach dem 0:0 des SV Darmstadt 98 am Freitagabend beim VfR Aalen wollen die Jäger die Gunst der Stunde nutzen und den starken Aufsteiger von Platz 2 verdrängen.

Gleich vier Teams haben dazu am Sonntag (ab 13:15 Uhr im Liveticker) die Chance - und zwar in zwei direkten Duellen.

Karlsruhe will die Leichtigkeit bewahren

Die beste Ausgangsposition hat der Karlsruher SC auf Rang 3 der Tabelle, der mit einem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf in die Restrunde startet. Der KSC, der ohne ernsthafte Ambitionen auf den Sprung in die Bundesliga in die Saison gestartet ist, hofft trotz der nun geschürten Hoffnungen, weiterhin mit der nötigen Leichtigkeit agieren zu können. "Wir verspüren überhaupt keinen Druck", erklärte Abwehrspieler Daniel Gordon unlängst im Interview mit bundesliga.de.

Etwas offensiver geht der Tabellensechste aus Düsseldorf mit dem Thema Aufstieg um. F95 will zurück in die Bundesliga - so schnell wie möglich. Obwohl es in der Vorbereitung viele durchwachsene Ergebnisse gab, ist die Zuversicht bei Michael Liendl groß. "Wir wissen, dass wir in der 2. Bundesliga jeden Gegner schlagen können. Wir müssen davon überzeugt sein, und das sind wir auch", sagt der Spielgestalter. Um schon an diesem Wochenende auf Platz 2 springen zu können, benötigen die Düsseldorfer einen Sieg mit fünf Toren Differenz und ein Remis im zweiten Verfolgerduell des Tages.

Braunschweig und die Sensation

In diesem empfängt Eintracht Braunschweig den 1. FC Kaiserslautern. Im Duell der Tabellennachbarn - der Vierte trifft auf den Fünften - wollen die Roten Teufel ihre weiße Weste bewahren. Noch nie verloren die Pfälzer in der 2. Bundesliga gegen Braunschweig. "Wir wollen immer den maximalen Erfolg", betont Sportdirektor Markus Schupp im Gespräch mit bundesliga.de. Ziel sei es, möglichst lange oben mitzuspielen, um am Ende vielleicht den Aufstieg realisieren zu können.

Von diesem Szenario träumt ohne Zweifel auch die Eintracht aus Braunschweig, doch Trainer Torsten Lieberknecht will die Erwartungen nicht zu hoch schrauben und stellt klar: "Unser Ziel bleibt es, eine stabile Saison hinzulegen. Ein Aufstieg in dieser Saison wäre eine noch größere Sensation als unser Aufstieg von 2013." Dabei stehen die Vorzeichen gar nicht schlecht, denn in Kaiserslautern, Ingolstadt, Leipzig und Karlsruhe müssen vier direkte Konkurrenten in der Rückrunde in Braunschweig antreten.

Richtungsweisendes Spiel in Frankfurt

Im dritten Duell des Tages gastiert der 1. FC Nürnberg beim FSV Frankfurt. Die Franken, die zuletzt vor fast zehn Jahren am Bornheimer Hang gewinnen konnten (2:1 im Mai 2005), könnten mit einem Sieg endgültig den Blick nach oben richten. Der FSV benötigt derweil Punkte, um nicht tiefer in den Abstiegskampf zu rutschen.