Zum TSV 1860 München kehren Spieler offensichtlich gern zurück. Benny Lauth ist das aktuell beste Beispiel dafür. Doch schon vor einem Jahr zog es einen, der auszog, um sein Glück in der großen weiten Bundesliga-Welt zu probieren, wieder zurück zu den "Löwen": Daniel Bierofka.

Ein Jahr nach seinem Comeback in der bayrischen Landeshauptstadt spricht der Mittelfeldmotor des TSV über die vergangene Saison, seinen neuen alten Kollegen Lauth und Trainer Marco Kurz.

bundesliga.de: Herr Bierofka, Sie sind vor einem Jahr zum TSV 1860 München zurückgekehrt. War es die richtige Entscheidung?

Daniel Bierofka: Ja, auf jeden Fall. Ich fühle mich bei 1860 einfach wohl.

bundesliga.de: Vergangene Saison spielte der TSV eine starke Hinrunde und war in der Rückrunde das schwächste Team der 2. Bundesliga. Was wurde in der Vorbereitung getan, damit ein solcher Einbruch nicht noch einmal geschieht?

Bierofka: Die Rückrunde haben wir abgehakt, das war letzte Saison. Mit Mathieu Beda und Benny Lauth haben wir uns gut verstärkt. Außerdem sind unsere jungen Spieler wieder ein Jahr weiter in ihrer Entwicklung.

bundesliga.de: Der TSV 1860 hat das Eröffnungsspiel beim SC Freiburg verloren. Woran lag es und woran muss Ihr Club noch arbeiten?

Bierofka: Wir müssen ein paar individuelle Fehler abstellen, ansonsten war unser Spiel schon sehr ordentlich.

bundesliga.de: Nächster Gegner ist der FSV Mainz 05. Nach dem Auswärtsauftakt gegen Freiburg ein weiterer echter Prüfstein. Auf was können sich die 60er Fans freuen?

Bierofka: Auf ein offensives Spiel mit einem positiven Ausgang!

bundesliga.de: Berkant Göktan fehlte zum Saisonstart. Wie wichtig ist er für die Mannschaft?

Bierofka: Er ist wichtig. Aber grundsätzlich gilt: Wer nicht dabei ist, kann uns auf dem Platz nicht helfen.

bundesliga.de: Einer der prominenten Neuzugänge bei den "Löwen" ist Benny Lauth. Sie spielten bereits 2001/02 zusammen beim TSV und sind wie er nach einigen anderen Stationen an alte Wirkungsstätte zurückgekehrt. Was waren Ihre Gründe dafür und waren Sie ein Ansprechpartner Lauths bei dessen Rückkehr?

Bierofka: Ja, wir haben zusammengespielt, aber nur drei Minuten. Dass Benny wieder hier spielt, ist sicher Stefan Reuter und Marco Kurz zu verdanken. Aber vielleicht war ich ein gutes Beispiel für die weiß-blaue Wiedereingliederung.

bundesliga.de: Bei Ihrem ersten Engagement beim TSV spielten Sie noch mit Marco Kurz zusammen. Nun ist er Ihr Trainer. Was schätzen Sie an Ihm und welchen Einfluss hatte er vor einem Jahr auf Ihre Entscheidung, zu den "Löwen" zurückzukehren?

Bierofka: Ich schätze vor allem seine kommunikative und sachliche Art. Außerdem habe ich gewusst, dass ich von ihm die Zeit bekomme, die ich brauchte nach meiner langen Verletzungs- und Spielpause.

Die Fragen stellte Sebastian Stolz