München - Zum Abschluss des 27. Spieltags kommt es in Bochum zu einem richtungweisenden Spiel im Kampf um den Relegationsplatz. Durch das Unentschieden der beiden Verfolger Aue und Fürth kann sich der VfL Bochum bei einem Erfolg über den FC Energie etwas absetzen und seinen Vorsprung auf vier Punkte ausbauen - dann wären die Cottbuser Aufstiegschancen so gut wie dahin.

Mit einem Sieg hingegen könnten die Lausitzer das Rennen um Platz 3 noch mal spannend halten und bis auf einen Punkt an Bochum heranschnuppern (ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

VfL will Serie ausbauen

Bochum geht mit viel Selbstvertrauen in die Partie. Schließlich hat sich die Mannschaft aus dem Westen nicht nur durch die imponierende Serie von 13 ungeschlagenen Spielen (darunter zehn Siege) bei jedem Gegner in der Liga Respekt verschafft. Auch Trainer Friedhelm Funkel weiß, dass sein Team über eine unberechenbare Offensive verfügt, in der jeder eingesetzte Spieler Torgefahr entwickelt. "Das macht es nicht unbedingt leicht, uns auszurechnen", sagte Funkel.

Ob Mirkan Aydin am Montag dem Spieltagskader angehört und auf Torejagd gehen kann, ist noch ungewiss. Funkel wollte noch die letzten Trainingseinheiten abwarten und dann entscheiden, ob der zuletzt am Oberschenkel Verletzte einsatzbereit ist.

Wollitz: "Wir suchen unsere Chance!"

Um die Liga spannend zu halten, hat Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz die Marschroute für das Top-Spiel am Montag beim VfL Bochum vorgegeben: "Verlieren verboten!" Damit baut der Coach des FC Energie Cottbus keineswegs unnötigen Druck auf. "Wir haben doch nichts mehr zu verlieren, aber viel zu gewinnen. Es gilt, den Abstand zu den Teams an der Spitze nicht größer werden zu lassen oder sogar zu verkürzen", schaut er voraus. Deshalb wird es für den FCE in der Partie beim aktuellen Tabellendritten kein Taktieren geben. "Wir suchen unsere Chance. Und wenn bei uns die Abläufe stimmen, ist der VfL Bochum ungeachtet der beeindruckenden Serie von 13 Spielen ohne Niederlage schlagbar", glaubt Wollitz.

Verzichten muss der FC Energie am Montag auf jeden Fall weiterhin auf Emil Jula und Marco Kurth. Jula pausiert noch immer mit Schmerzen in der Achillessehne, hat auch in der zurückliegenden Woche nicht mit dem Team trainiert. Kurth plagt sich nach wie vor mit Problemen in der Wade, hat das Mannschaftstraining am Donnerstag schon nach wenigen Minuten abgebrochen. Markus Brzenska (Wadenprobleme), Uwe Hünemeier (Patellasehne), Nils Petersen (Muskelprobleme) und Marc Kruska (Rippenprellung) sollen aber spielen können.