Selbstvertrauen konnten beide Mannschaften unter der Woche im DFB-Pokal mit dem Einzug ins Achtelfinale tanken. Heute wollen RB Leipzig und der 1. FC Kaiserslautern mit einem Sieg im Montagsspiel (ab 20 Uhr im Live-Ticker) gegen den direkten Konkurrenten wieder auf einen Aufstiegsplatz springen.

Es ist ein Duell auf Augenhöhe. Denn die Parallelen zwischen dem Aufsteiger aus Leipzig und dem vierfachen Deutschen Meister aus Kaiserslautern in der laufenden Saison sind groß. Beide haben aktuell 19 Punkte bei fünf Siegen, vier Remis und zwei Niederlagen. Einzig aufgrund des besseren Torverhältnis liegen die Leipziger vor den Pfälzern in der Tabelle auf Platz vier. Beide Clubs haben ihre Punkte größtenteils zuhause geholt (RBL 14, FCK 16), sind im eigenen Stadion noch ungeschlagen. Und beide haben den Sprung ins Achtelfinale des DFB-Pokals geschafft.

"Positiv eklig, aggressiv und schnell"

"Das Duell mit Kaiserslautern wird furchtbar interessant und spannend. Die Mannschaft spielt ähnlich wie wir – positiv eklig, aggressiv gegen Ball und schnell nach vorn. Es ist eine junge Truppe, die sich toll entwickelt und viel Selbstvertrauen hat", glaubt denn auch Leipzigs Coach Alexander Zorniger an ein spannendes Match. Sein Lauterer Kollege Kosta Runjaic stimmt zu: "Die laufstärkste Mannschaft trifft auf die spielstärkste Mannschaft. Leipzig hat viele sehr hungrige, sehr entwicklungsfähige Spieler - ähnlich wie wir. Es ist eine Top-Mannschaft, aber sicher nicht unschlagbar."

Dabei scheinen die Lauterer vor dem Verfolgerduell die schlechteren Karten zu haben. Gerade mal drei Punkte konnten die Roten Teufel bisher mit drei Remis einfahren. In vier der fünf Auswärtsspiele gaben die Pfälzer dabei eine Führung noch ab. Zwar trafen sie in jedem der fünf Begegnungen, kassierten aber auch in jedem Match mindestens einen Treffer. Und nun fallen voraussichtlich auch noch die beiden besten Torschützen des FCK aus. Mittelfeldmann Alexander Ring, der drei seiner vier Saisontore in der Fremde erzielte, zog sich in Düsseldorf einen Innenbandanriss im Knie zu, Stürmer Srdjan Lakic (5 Tore) hat weiterhin Rückenprobleme. Ebenfalls nicht dabei ist Kerem Demirbay (Sprunggelenksverletzung).

Heimstärke gegen Auswärtsschwäche

Und während der FCK seit saisonübergreifend sieben Spielen auswärts nicht mehr gewonnen hat, sind die Leipziger seit 13 Spielen und damit seit Januar im eigenen Stadion ungeschlagen und haben aktuell erst drei Gegentore zuhause kassiert.

Tobias Schild