Er kam im Sommer 2008 vom FC St. Pauli zum VfL Osnabrück und erzielte in 13 Punktspielen vier Tore für die "Lila-Weißen".

In einem Interview spricht Martin Braun über die Vorbereitung, die derzeitige Verletzungsmisere und seine Ziele für die Rückrunde.

Frage: Herr Braun, wir könnten uns vorstellen, dass man im Trainingslager hin und wieder auch abseits des Fußballplatzes Gelegenheit hat, sich besser oder anders kennen zu lernen als im Alltag.

Marvin Braun: Ja, das stimmt, aber wir haben innerhalb des Teams ohnehin einen engen Zusammenhalt, insofern mussten jetzt keine neuen Freundschaften entstehen. An den ersten Tagen waren wir nach den Trainingseinheiten so müde, dass jeder nur noch ins Bett wollte. Aber gegen Ende der Woche sind wir dann auch mal zusammen essen gegangen und haben uns die Stadt angeschaut. Da war nicht viel Betrieb, aber man konnte sich ganz gut vorstellen, was hier los ist, wenn man nicht in der tiefsten Nebensaison nach Marbella fährt.

Frage: Sicherlich war auch die lange Verletztenliste ein Thema.

Braun: Kein Wunder, es kam fast jeden Tag eine neue Krankmeldung, das hat die Mannschaft natürlich beschäftigt. Außerdem konnten wir bei den Testspielen nur mit einem sehr kleinen Kader antreten. Viele mussten durchspielen, das kostet eine Menge Kraft, ist aber auch immer eine Chance, sich gut zu präsentieren. Verletzungen gehören beim Fußball leider dazu, und auch wenn es uns zuletzt wirklich hart erwischt hat: Wir können nichts an der Situation ändern und müssen jetzt konstruktiv mit ihr umgehen.

Frage: Sie glauben also nicht, dass die Zwangspause wichtiger Leistungsträger das Team nachhaltig beeinträchtigen wird?

Braun: Das will ich so pauschal nicht sagen, aber es kehren ja auch verletzte Spieler in den Kader zurück, Tom Geißler etwa oder Paul Thomik. Ich bin fest davon überzeugt, dass unser Kader insgesamt gut aufgestellt ist und in der 2. Bundesliga mithalten kann.

Frage: Was haben Sie sich für die Rückrunde vorgenommen?

Braun: Ich möchte mich hier als Leistungsträger etablieren und mein Bestes geben. Dann schauen wir mal, was passiert. Mein Vertrag läuft im Juni aus, darüber wird man sicher gelegentlich reden müssen. Auch wenn ich kein Problem damit habe, mich nur für ein Jahr zu binden.

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