Arminia Bielefeld geht erstmals in dieser Saison als Tabellenführer in einen Spieltag. Dank einer Serie von fünf Siegen in Folge lösten die Ostwestfalen den 1. FC Kaiserslautern am 8. Spieltag an der Spitze ab.

Der Platz an der Sonne soll natürlich so lange wie möglich verteidigt werden - am besten bis zum Saisonende. Am 9. Spieltag muss sich die Mannschaft von Trainer Thomas Gerstner aber erst mal zuhause gegen Alemannia Aachen behaupten (ab 17:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Gegner hat Gerstner "Respekt eingeflößt"

Dabei müssen die Bielefelder auf ihren Topscorer Giovanni Federico verzichten. Der Offensivspieler fällt aufgrund einer Gürtelrose aus. Für Arminia-Coach Gerstner, der ansonsten personell wohl aus dem Vollen schöpfen kann, ist das jedoch kein Grund zur Beunruhigung. "Artur Wichniarek konnte nach seinem Abgang auch ersetzt werden", erinnerte Gerstner und sprach seinem Kader einmal mehr sein volles Vertrauen aus.

Dass sein Team im Falle eines Erfolgs gegen Aachen den Vereinsrekord von sechs Siegen in Serie eingestellt hätte, lässt den Trainer - zumindest nach außen hin - kalt. "Vereinsrekord hin oder her, die einzige Zahl, die mich interessiert, sind drei Punkte auf der Habenseite."

Dass das Punktesammeln gegen Aachen kein leichtes Unterfangen wird, ist dem Coach bewusst. "Uns erwartet ein heißer Tanz. Der Gegner hat mir Respekt eingeflößt. Aachen stand zuletzt stabil und hat zum Beispiel in Düsseldorf, nach anfänglichen Schwierigkeiten, den Gegner in die eigene Hälfte gedrängt", berichtete Gerstner.

Selbstbewusste Gäste

Bei der Alemannia wurde in der Länderspielpause insbesondere an der Chancenverwertung "gut und konzentriert" gearbeitet. "Wir haben die Pause genutzt, um vornehmlich an unserem Spiel nach vorne zu feilen. Es geht darum, eine Konstanz in unsere Leistungen reinzubekommen. Basis ist das, was wir gegen Cottbus gezeigt haben. Wir müssen nur effektiver sein, mehr Chancen nutzen, um am Ende nicht mit leeren Händen dazustehen", so Trainer Michael Krüger.

Ziel sei es, sich nicht nur Anerkennung für gute Leistungen gutschreiben zu lassen, "sondern einen Dreier zu landen", wie der Coach vorgibt. "Auf der Alm war es schon immer schwer zu spielen und zu gewinnen. Da muss man mit einem Kämpferherz auflaufen und darf vor allen Dingen keine Angst haben, sondern Mut, nach vorne zu spielen", weiß Krüger.

Abgesehen von den Langzeitverletzten kann Krüger nahezu auf sämtliche Spieler zurückgreifen. Nur Markus Daun wird Aachen nicht zur Verfügung stehen. Beim 29-Jährigen sind wieder Probleme am Knie aufgetreten. Er wird sich weiteren Untersuchungen unterziehen müssen.


Rot-Weiß Oberhausen - FC St. Pauli

Punktgleich stehen der FC St. Pauli (4.) und Rot-Weiß Oberhausen (5.) in der Tabelle untereinander. Wer das Spiel für sich entscheidet, hat die Nase buchstäblich vorn und kann sich weiter in der Spitzengruppe festbeißen.

Dabei müssen die Gastgeber weiter auf Tim Kruse verzichten. Der Mittelfeldspieler laboriert nach wie vor an Problemen mit den Achillessehnen.

Dafür ist Kapitän Benjamin Reichert wieder fit und wird zum Kader gehören. Ein Fragezeichen stand zuletzt noch hinter dem Einsatz von Heinrich Schmidtgal (Nackenprobleme). Außerdem muss RWO-Trainer Jürgen Luginger ohne Dominik Borutzki, Daniel Embers, Jamal, Felix Luz, Christoph Semmler, Mike Tullberg und Timo Uster auskommen.

"RWO ist schwierig zu spielen"

Gäste-Trainer Holger Stanislawski geht mit einer großen Portion Respekt in die Partie gegen den Tabellennachbarn: "Wir haben uns die Woche über voll auf Oberhausen fokussiert und wissen um die Schwierigkeiten. Die Mannschaft von RWO ist sehr diszipliniert und schwierig zu spielen. Besonders bei Standards sind wir gewarnt."

Verzichten muss der Hamburger Übungsleiter auf Davidson Drobo-Ampem (Adduktorenzerrung), Marcel Eger (Hüftprobleme), Markus Thorandt (Achillessehnen-OP), Fabian Boll (Muskelfaserriss), Marc Gouiffe à Goufan (Knie-OP) sowie Thomas Meggle (Reha).