Unaufhaltsam strebt Union Berlin in Richtung 2. Bundesliga.

Der Spitzenreiter der 3. Liga baute durch einen umkämpften 2:0-Erfolg am 26. Spieltag bei Eintracht Braunschweig seine Tabellenführung aus. "Wir haben den Aufstieg noch nicht geschafft, aber wir haben die besten Voraussetzungen und die wollen wir nutzen", sagte Trainer Uwe Neuhaus, dessen Mannschaft nun seit elf Spielen in Serie ungeschlagen ist und zuletzt fünf Mal in Folge gewann.

"Lehrbeispiel für Effektivität"

Dahinter folgen der SC Paderborn (2:0 gegen Kickers Emden) und Fortuna Düsseldorf (0:0 gegen Erzgebirge Aue). Paderborn hat sechs, die Fortuna acht Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter. Im Spitzenspiel sorgten Kopfballtore von Florian Mohr (76.) und Björn Lindemann (84.) für die Entscheidung für die Paderborner, die den Rückstand auf Union auf sechs Punkte verkürzten.

Siege feierten die Mannschaften hinter dem Spitzenquartett, können sich aber nur noch geringe Aufstiegshoffnungen machen. Die SpVgg Unterhaching setzte sich gegen Jahn Regensburg 1:0 durch, Kickers Offenbach siegte 2:0 bei Carl Zeiss Jena und Rot-Weiß Erfurt gewann beim Schlusslicht Stuttgarter Kickers 2:1.

Obwohl sich Union in Braunschweig heftiger Gegenwehr ausgesetzt sah, ließen die Eisernen nichts anbrennen. "Wir haben aus wenigen Chancen zwei Tore gemacht. Das ist ein Lehrbeispiel für Effektivität", äußerte Hüzeyfe Dogan, der mit seinem 1:0 (56.) der Partie die Wende gab, wie auch Trainer Neuhaus fand: "Erst ab da lief das Spiel in unsere Richtung. Wir haben wieder eine schwere Hürde genommen."

Fortuna trifft einfach die Bude nicht

Nach fünf Jahren in den Niederungen des deutschen Fußballs ist für Union die Rückkehr in die Zweitklassigkeit greifbar nahe. Schon in dieser Woche können die Köpenicker zwei weitere Schritte machen, wenn am Mittwoch das Nachholspiel bei Wacker Burghausen ansteht und am Samstag die abstiegsbedrohten Thüringer von Carl Zeiss Jena nach Berlin kommen.

Schwach präsentierte sich Fortuna Düsseldorf beim 0:0 gegen Aue. Das Team von Norbert Meier konnte nicht mal aus seiner Überzahl nach der Roten Karte gegen den Auer Arne Feick (20.) Kapital schlagen. "Wir hätten heute zehn Stunden spielen können und hätten kein Tor erzielt", sagte Meier desillusioniert.

Im Abstiegskampf verbuchte der VfR Aalen den größten Erfolg des Wochenendes durch den 2:1-Erfolg über den VfB Stuttgart II. Damit verschaffte sich der Club Luft. Dagegen verpasste Dynamo Dresden mit dem 1:1 gegen den Wuppertaler SV die Chance, sich weiter aus dem Tabellenkeller abzusetzen. "Ich bin enttäuscht von unserer Leistung", erklärte Trainer Ruud Kaiser. 1:1 trennten sich der SV Sandhausen und Wacker Burghausen.