In den Samstagsspielen der 2. Bundesliga empfängt der F.C. Hansa Rostock den FC Augsburg. Alemannia Aachen ist zudem beim TSV 1860 München zu Gast (beide Spiele Sa., ab 12:45 im Live-Ticker/Liga-Radio!).

Vor der Saison hätten sie sich in München und Aachen sicher gut vorstellen können, am 22. Spieltag in der Tabelle, nur durch einen Punkt getrennt, untereinander zu stehen. So zwischen Platz 1 bis 5 wären die Verantwortlichen zu diesem Zeitpunkt mit solch einem Szenario wohl zufrieden gewesen.

Jetzt ist es tatsächlich so, dass die Traditionsclubs im Klassement nah beieinander rangieren - die Aufstiegsambitionen vom Saisonbeginn sind bei Platz 9 (Aachen) und Rang 10 (1860) aber erloschen. Ein Grund mehr, weshalb die Teams ihre mittlerweile ungewollte Nachbarschaft mit einem Sieg am Samstag vorerst beenden wollen.

"Wir schießen zu wenig Tore"

Die "Löwen" müssen dafür aber ein Manko beheben, dass sich nach Ansicht von Trainer Ewald Lienen schon durch die gesamte Saison zieht. "Wir schießen zu wenig Tore. Sieben bis 15 mehr wären drin gewesen", sagte er.

Für die Münchner ist die Partie gegen Aachen das dritte Spiel in sechs Tagen, weshalb einige personelle Wechsel möglich erscheinen. Für Eke Uzoma könnte Alexander Ludwig wieder von Beginn an auflaufen, auch Alexander Ignjovski drängt nach verbüßter Gelbsperre zurück in die Startelf.

Noch ungewiss ist der Einsatz von Innenvertreidiger Mate Ghvinianidze, der von Achillessehnen-Problemen geplagt wird. Alternativen zum Georgier wären Radhouene Felhi und Torben Hoffmann.

Premiere für die Alemannia?

Alemannia-Trainer Michael Krüger übernahm die letzte Sichtung des Gegners beim Nachholspiel der "Löwen" am Mittwoch in Karlsruhe gleich selbst. Er bezeichnet er die Lienen-Elf auch als "ein wenig launisch".

Ein Attribut, was allerdings auch für die eigene Mannschaft gelten könnte, schließlich hat die, wie 1860, in der Rückrunde bislang sieben Punkte geholt. Nach dem 2:1-Erfolg am vergangenen Spieltag gegen Rot-Weiß Oberhausen spricht der Trend jedoch leicht für die Gäste, die "Löwen" bereiten Krüger aber noch Kopfzerbrechen: "In den letzten drei Spielen hat 1860 jeweils mit veränderter Aufstellung gespielt. Wir wissen also nicht hundertprozentig, was der Gegner vorhat."

Thorsten Stuckmann (Infekt) wird den Aachenern beim Versuch, erstmals bei den "Löwen" zu gewinnen, nicht zur Verfügung stehen. Für ihn spielt David Hohs. Der Einsatz von Daniel Adlung (Magen-Darm-Infekt) und Lukasz Szukala (Rückenprobleme) ist noch ungewiss.

Fakten zur Partie und die möglichen Aufstellungen finden Sie

F.C. Hansa Rostock - FC Augsburg

Auf einer Erfolgswelle schwimmt der FC Augsburg an die Ostsee. Mit der Empfehlung von sechs Siegen in den sieben letzten Ligaspielen und dem Erreichen des DFB-Pokal-Halbfinals treten die Schwaben die weite Reise nach Rostock an. Und Trainer Jos Luhukay sieht gar nicht ein, warum der Tabellendritte nicht mit großem Selbstvertrauen in der DKB-Arena auflaufen soll.

"Wir haben auswärts fast immer überzeugt und es ist uns auch oft gelungen, sehr dominant zu spielen. Auch in Rostock werden wir wieder eine offensiv augestellte Mannschaft erleben, die versuchen wird, sich viele Möglichkeiten zu erspielen", verspricht der Niederländer. Außer den Langzeitverletzten hat Luhukay alle Mann an Bord, auch der zuletzt gelb-rot-gesperrte Daniel Baier ist wieder mit dabei.

Mit einem weiteren Sieg würden die Augsburger den Rückstand auf das Spitzenduo Kaiserslautern und St. Pauli definitiv verkürzen, da diese beiden im Montagsspiel direkt aufeinander treffen.

Mit Härte gegen die Offensivkraft

Angesichts dieser Ausgangslage sind die Rostocker gewarnt. Dabei hätte es dieser Warnung nicht mehr bedurft, bekam Hansa doch schon in der Hinrunde beim 2:5 in Augsburg die große Stärke des Tabellendritten demonstriert. Vor allem Michael Thurk wird dieses Spiel in guter Erinnerung haben, schnürte er damals doch den ersten seiner bislang fünf "Doppelpacks" in dieser Saison.

Mit 20 Saisontoren hat er alleine nur zwei Mal seltener getroffen als alle Rostocker zusammen. Deshalb haben die Gastgeber auch eine unmissverständliche Marschroute: "Wir müssen den Augsburgern mit der entsprechenden körperlichen Härte entgegentreten", sagt Verteidiger Tim Sebastian. Trainer Andreas Zachhuber kündigt an: "Unsere Ausrichtung bleibt im Vergleich zum Auswärtsspiel in Koblenz unverändert."

Dort erkämpfte Hansa ein 0:0. Mit den Heimpartien gegen Augsburg und dem Nachholspiel am Mittwoch gegen Union Berlin besteht nun die Chance, einen beruhigendes Polster zwischen sich und die Abstiegsränge zu legen. Fehlen werden dabei aber vorerst Enrico Neitzel (Oberschenkel), Florian Grossert (Achillessehne) und Dexter Langen (Jochbein-Operation).

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Matthias Becker