Hamburg - Gekribbelt habe es und nervös sei er gewesen vor seinem ersten Training nach 13 Wochen Zwangspause. Am Ende der ersten Einheit mit der gesamten Mannschaft war St. Paulis Philipp Tschauner aber vor allem eines: total glücklich.

"Es hat unglaublich Spaß gemacht wieder mit den Jungs trainieren zu können. Matze Hain hat bei unserer Torwart-Gang eine kurze Ansprache gehalten, dann ging es richtig los. Ich habe vor dem Training noch einmal in meinen Körper reingehört. Als ich dann aber auf dem Platz war, war alles wie weggeblasen. Ich fühle mich, als wäre nie etwas gewesen."

Bei den Journalisten, denen er nach dem ersten Training Rede und Antwort stand, trat er erst einmal auf die Bremse, wollten sie doch wissen, ob er denn schon gegen Cottbus wieder eine Alternative wäre. "Da sage ich von mir aus schon nein. Ich muss jetzt erst einmal ein paar Tage mit der Mannschaft trainieren, sehen wie mein Körper reagiert. Allerdings fühle ich mich jetzt nach dem Training schon besser als vorher", sagte Tschauner.

Zeitpunkt für Comeback noch offen



13 Wochen Verletzungspause liegen nun hinter dem 26-Jährigen. In dieser Zeit hat er aber nie den Mut sinken lassen, immer hart für sein Comeback gearbeitet. "Ich bin natürlich sehr froh, dass es jetzt so schnell ging. Der eine oder andere hatte ja schon gemutmaßt, dass ich kein Spiel mehr für St. Pauli in dieser Saison machen werde. Ich kenne mich und meinen Körper aber gut und kann das gut einschätzen. Für mich war es immer ein Ziel, noch Spiele für den Club zu machen."

Wann das der Fall sein wird, ist noch offen. Tschauner gibt sich aber zuversichtlich. "Ich werde jetzt mal die nächsten Tage voll mittrainieren und dann werden wir Mitte nächster Woche schauen, wo ich stehe. Ich hatte den Status der Nummer eins und den möchte ich natürlich auch wieder haben. Aber dafür muss ich im Training Leistung bringen. Ich kann mir auch vorstellen, in der U23 Spielpraxis zu sammeln. Ich bin auf jeden Fall bereit."