München - Euphorischer Jubel in Düsseldorf, leise Hoffnung für St. Pauli, bitterer Rückschlag für Paderborn: Im heißen Dreikampf um den Relegationsplatz in der 2. Bundesliga hat Herbstmeister Fortuna Düsseldorf die Nase wieder knapp vorn.

Nach dem kann die Mannschaft von Trainer Norbert Meier als neuer Dritter weiter von der Bundesliga-Rückkehr träumen. Während St. Pauli nach dem mit nur einem Punkt Rückstand den Anschluss hält, rutschte der SC Paderborn durch das zwei Spieltage vor dem Saisonende auf den fünften Tabellenplatz ab.

Nachdem die SpVgg Greuther Fürth am Freitag endgültig und Eintracht Frankfurt den Franken mit einem Sieg im Montagsspiel gegen Schlusslicht Alemannia Aachen (ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) vorzeitig folgen kann, bleibt es dahinter eng.

Hier mit dem Tabellenrechner die letzten beiden Spieltag durchtippen!

St. Pauli bleibt an der Fortuna dran



Dank der Treffer von Ken Ilsö (15.) und Sascha Rösler (22., Foulelfmeter) fehlen den Düsseldorfern, die zuletzt 1996/97 in der Bundesliga gespielt hatten, nur noch zwei Siege, um in die Entscheidungsspiele um den Aufstieg einzuziehen - möglicherweise gegen den Erzrivalen 1. FC Köln. Für Union traf in einem in der Anfangsphase vogelwilden Spiel in der ESPRIT arena der Ex-Fortune Simon Terodde (18.). "Wir sind einfach nur glücklich, dass wir das heute gewonnen haben", sagte Düsseldorfs Oliver Fink.

Nach dem Sieg im brisanten Nordduell gegen Hansa Rostock durch ein Doppelpack von Marius Ebbers (13./49.) und ein Tor von Fin Bartels (79.) lauert der FC St. Pauli auf einen Fehler der Düsseldorfer. Durch die 16. Niederlage der Saison hat Aufsteiger Rostock hingegen nur noch minimale Chancen auf den Klassenerhalt und muss sich auf den Gang zurück in die 3. Liga einstellen.

"Dann muss man sich nicht wundern..."



Völlig desolat traten die Paderborner bei Abstiegskandidat Karlsruher SC auf. Ohne Mut und Spielwitz verloren die Ostwestfalen verdient und gaben den Badenern, die von einem Abstiegs- auf den Relegationsplatz kletterten, neue Hoffnung auf den Verbleib im Unterhaus. Der Franzose Gaetan Krebs (43.) und Pascal Groß (88.) erzielten im Wildpark-Stadion die Treffer für die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski.

"Wir hatten große Probleme, uns Torchancen herauszuspielen. Dann muss man sich nicht wundern, wenn man hier zurecht verliert", sagte der Paderborner Markus Krösche. "Jetzt müssen wir in der nächsten Woche unser Heimspiel gewinnen. Wir hoffen weiter", ergänzte Torjäger Nick Proschwitz.

Fürth erst nach der Pause wach



Bereits am Freitag hatte Fürth durch das den Aufstieg endgültig perfekt gemacht und bei den Hessen ausgiebig gefeiert. "Es hat zwar in der ersten Hälfte so ausgesehen, als hätten wir am Montag beim Feiern mehr Einsatz gezeigt, aber das drehte sich in der zweiten Hälfte", sagte Trainer Mike Büskens.

Bernd Nehrig mit einem verwandelten Foulelfmeter (75. ) den Punkt der Franken, die nun seit zwölf Spielen ohne Niederlage sind. Ausgerechnet der Ex-Fürther Björn Schlicke hatte die Frankfurter, die sich durch den Punkt den Klassenerhalt sicherten, in Führung gebracht (17.).