Fürth - Greuther Fürth-Legende Karl "Ossi" Schmidt ist tot. Nach langer Krankheit und den Folgen eines vor Jahren erlittenen Schlaganfalls verstarb am Sonntag, wenige Tage vor seinem 76. Geburtstag, eine der großen Spielerpersönlichkeiten des "Kleeblatts". Der Stürmer und Rechtsaußen bestritt insgesamt über 400 Spiele für die SpVgg, davon weit mehr als 200 für die erste Mannschaft in der damals höchsten Spielklasse, der Oberliga Süd.

Den Spitznamen "Ossi" hatte sich der Verstorbene übrigens selbst gegeben, in Anlehnung an sein früheres Idol, den Stürmer Ossi Rohr. Schmidt spielte mit Größen wie Mai, Erhardt, Gottinger und Appis zusammen und machte auch Bundestrainer Sepp Herberger auf sich aufmerksam. Von 1955 bis 1963 schnürte er die Stiefel für das Kleeblatt. Zum Ende seiner Karriere spielte Schmidt auch noch in der gerade gegründeten Bundesliga und beendete dann seine Karriere nach einem Achillessehnenriss.

Zehn verwandelte Freistöße

Schmidt, der nur einen Steinwurf vom Sportgelände am Ronhof entfernt wohnte, trainierte auch die Amateure der SpVgg. Unvergessen ist die Anekdote, dass Spieler im Training behaupteten "man könne nicht jeden Freistoß verwandeln." Der technisch beschlagene frühere Spielmacher überzeugte seine Mannschaft mit zehn hintereinander verwandelten Schüssen aus großer Entfernung in den Winkel. Die SpVgg Greuther Fürth trauert um einen großartigen Sportsmann, der an einem wichtigen Teil der Geschichte des Traditionsvereins mitwirkte.

Karl "Ossi" Schmidt hinterlässt Ehefrau Erika, zwei Söhne und ein Enkelkind. Besonders stolz war der Verstorbene, dass mit Enkelsohn Jan inzwischen die dritte Generation Schmidt für die SpVgg aktiv ist.