Sein Profi-Debüt gab Manuel Fischer in der Champions League, doch beim VfB Stuttgart kam der mehrfache Junioren-Nationalspieler bislang noch nicht an der Konkurrenz im Angriff vorbei. Bei der TuS Koblenz soll der gebürtige Aalener nun Spielpraxis sammeln: Bis zum 30. Juni wurde das VfB-Talent ans Deutsche Eck ausgeliehen.

Im Interview mit der Club-Webseite spricht Manuel Fischer über seine Erfahrungen in Stuttgart - und warum er sich trotz eines Angebots aus Italien für die TuS entschied.

Frage: Herr Fischer, seit zwei Wochen sind Sie jetzt bei der TuS. Haben Sie sich mittlerweile schon ein bisschen eingelebt?

Manuale Fischer: Ja, auf jeden Fall. Die Jungs haben mich hier super aufgenommen. Ich bin froh, diesen Schritt getan zu haben.

Frage: Drei Mal haben Sie bislang bereits in Testspielen das Trikot der TuS überstreifen dürfen. Waren Sie bei Ihrem ersten Einsatz etwas nervös?

Fischer: Was heißt nervös? Ich denke, nervös sollte man nicht sein. Man freut sich auf die neue Aufgabe und dass man der TuS weiterhelfen kann. Wir haben ein gemeinsames Ziel: Die TuS muss wieder nach vorne kommen und ich will mich als Stürmer weiterentwickeln. Ich habe mich auf den ersten Einsatz für TuS Koblenz sehr gefreut.

Frage: Gegen Offenbach haben Sie Ihr erstes Tor für die TuS erzielt, trotz schneebedeckten Untergrunds. Gut für das Selbstvertrauen, oder?

Fischer: Es war sicher nicht einfach, auf solchen den Plätzen gegen Prishtina und Offenbach zu spielen. Aber ich denke wir haben das Beste daraus gemacht. Jedes Tor bringt einen Stürmer nach vorne, jedes Tor hilft einem. Jetzt freue ich mich ganz besonders auf das Spiel gegen Bayer Leverkusen.

Frage: Wie sehen Ihre persönlichen Ziele aus?

Fischer: Oberstes Ziel ist der Klassenerhalt. Ich bin in meinem Leben noch nie abgestiegen und ehrlich gesagt habe ich dazu auch gar keine Lust (lacht).

Frage: Warum haben Sie sich für die TuS und damit für die 2. Bundesliga entschieden? Immerhin lagen Ihnen auch andere Angebote vor, unter anderem vom FC Parma.

Fischer: Ich war einfach überzeugt vom System und vor allem vom Trainer, der mich unbedingt haben wollte. Das hat mir imponiert. Diese Chance wollte ich unbedingt wahrnehmen. Mit dem Angebot aus Parma habe ich mich gar nicht so groß beschäftigt. Zu dieser Zeit habe ich mich noch voll auf den VfB Stuttgart konzentriert.

Frage: In Stuttgart durften Sie mit Nationalspieler Mario Gomez in einem Team spielen. Haben Sie sich etwas von ihm abgeguckt?

Fischer: Er ist natürlich ein Top-Stürmer und ein absolutes Vorbild für mich. Er macht aus einer halben Chance drei Tore. Natürlich kann man sich im Training von so einem Stürmer einiges abgucken. Es wäre auch falsch, wenn man das nicht macht.