Klangvolle Namen stehen sich am Freitagabend gegenüber: Der 1. FC Kaiserslautern empfängt zum Auftakt des 9. Spieltags Fortuna Düsseldorf (ab 17:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). Stolze 42 Mal gab es das Duell der Traditionsclubs in der Bundesliga. In der 2. Bundesliga steigt nun die Premiere, denn noch nie trafen die Teams in der zweithöchsten deutschen Spielklasse aufeinander.

34.000 bereits verkaufte Karten versprechen eine Partie vor außergewöhnlicher Kulisse. Die zweitplatzierten Gastgeber könnten mit einem Sieg gegen den Aufsteiger zumindest vorübergehend auf Platz 1 klettern.

"An die Leistungsgrenze stoßen"

Für Norbert Meiers Fortuna geht es darum, an die starke Leistung vom 4:1 gegen Frankfurt am vergangenen Spieltag anzuknüpfen. Mit einem Punktgewinn würden sich die Düsseldorfer im mittleren Tabellendrittel festsetzen. Lauterns Trainer Marco Kurz ist sich der Stärke des Aufsteigers bewusst. "Düsseldorf spielt sehr geordnet und diszipliniert. Unser Ziel ist es, wieder an unsere Leistungsgrenzen zu stoßen", so der Coach, der zur Startelf nur wenig verriet.

Angesprochen auf Neu-Stürmer Adam Nemec sagte Kurz: "Er ist ein sehr spezieller Spieler, er arbeitet sehr viel, ist präsent. Seine Leistung wird oft verkannt, aber er behauptet sich, verlängert Bälle. Seine Spielweise ist nicht so spektakulär, aber er ist trotzdem ein sehr wichtiger Bestandteil des Teams." Und auch Mittelfeldspieler Dragan Paljic darf sich Chancen ausrechnen. "Er hat seine Sache sehr gut gemacht, fleißig trainiert, ich bin mit seinem Auftritt sehr zufrieden", so Kurz.

Fest steht, Srdjan Lakic, der bereits in Cottbus seinen ersten Einsatz nach langer Verletzung hatte, wird gegen Düsseldorf wieder mit dabei sein. Ein großes Fragezeichen stehe hingegen über dem Einsatz von Ivo Ilicevic. Der Langzeitverletzte Manuel Hornig befindet sich derweil erst im Aufbautraining, und auch Sascha Kotyschs fehlt dem Coach weiterhin.


SpVgg Greuther Fürth - TuS Koblenz

Nach dem gewonnen Auswärtsspiel bei Union Berlin wollen die sechstplatzierten Fürther gegen Koblenz (Platz 16) zuhause nachlegen. Trainer Benno Möhlmann betont: "Koblenz verfügt über viel Qualität und ist besser als es der Tabellenstand zeigt. Sie haben Spieler in ihren Reihen, die taktisch, spielerisch und von der Erfahrung her schon gezeigt haben, dass sie bessere Leistungen bringen können."

Als Voraussetzung für ein erfolgreiches Abschneiden sieht der 55-jährige Fußball-Lehrer die richtige Einstellung, gutes Zweikampfverhalten und hohe Laufbereitschaft: "Wenn uns das gelingt, haben wir sehr gute Chancen, unser Ziel zu erreichen."

Biliskov wieder dabei

Der zuletzt gesperrte Marino Biliskov kehrt als Kapitän zurück in die Innenverteidigung. Stephan Schröck und Bernd Nehrig laborieren an Knöchelprellungen, Kim Falkenberg an einer Zerrung im Oberschenkel. Ob die Blessuren soweit abgeklungen sind, dass es für einen Einsatz reicht, soll ein Belastungstest beim Abschluss-Training zeigen.

Für Koblenz geht es derweil darum, den Anschluss an die Nichtabstiegsränge nicht frühzeitig zu verlieren. Zuletzt holte die TuS einen Punkt beim 1:1 gegen Ahlen. Der Ex-Fürther Shqipran Skeraj warnt die Hausherren schon einmal vor: "Fürth muss sich warm anziehen! Fürth hat einen guten Lauf, die Mannschaft ist stark. Aber mit Teamwork und Leidenschaft können wir dort gewinnen."


Rot Weiss Ahlen - FC Augsburg

Aus dem Remis gegen die TuS am 9. Spieltag hat der Vorletzte RW Ahlen wieder Mut geschöpft, den es nun zuhause gegen Augsburg erneut zu beweisen gilt. "Das 1:1 in Koblenz war das erste klare Lebenszeichen von uns", sagte Ahlens Stürmer Lars Toborg: "Christian Hock hat in kurzer Zeit wieder Ruhe in den Kader gebracht, das hat uns gut getan."

Trainer Hock versuchte unter der Woche seine Schützlinge wieder an Automatismen zu gewöhnen. "Was tun mit, was tun ohne Ball?", das sei die Fragestellung, an der er mit seinem Team arbeite.

Die Gäste aus Augsburg haben indes nach acht Spielen ohne Niederlage auch für das Gastspiel in Ahlen viel vorgenommen.

Thurk-Einsatz ungewiss

"Wir wollen nicht nur unsere Serie fortsetzen, sondern wir wollen in Ahlen gewinnen", so FCA-Trainer Jos Luhukay. In Ahlen wird ihm auf jeden Fall erneut Mittelfeldspieler Patrick Mölzl fehlen. "Er hat nach seiner schweren Grippe zwar wieder mit Lauftraining begonnen, aber körperlich reicht es noch nicht zu einem Einsatz." Ein Fragezeichen steht außerdem noch hinter dem Einsatz von Torjäger Michael Thurk.

Eines steht für Luhukay aber fest: "Auch für Michael gilt, dass er nur auflaufen wird, wenn er hundertprozentig fit ist." Sollte Thurk, der mit neun Treffern die Torjägerliste der 2. Bundesliga anführt, für die Partie ausfallen, sieht Luhukay sein Team dennoch gut aufgestellt: "Wir haben im Sturm mit Imre Szabics, Sandor Torghelle, Edmond Kapllani und Stephan Hain noch vier Stürmer, die Michael ersetzen können."