Auf dem Papier ist der SC Freiburg der Favorit im Topspiel gegen den 1. FC Nürnberg (ab 20 Uhr im Live-Ticker). Doch der "Club" ist so etwas wie der Angstgegner der Breisgauer. Außerdem fehlen dem Tabellenführer drei wichtige Leistungsträger.

Gegen keine andere Mannschaft in der 2. Bundesliga haben die Freiburger eine schlechtere Bilanz - sie haben nämlich gegen die Nürnberger noch nie auch nur einen Punkt geholt. Das Hinspiel ging nach Toren von Peer Kluge und Marek Mintal mit 0:2 verloren, es war eine verdiente Niederlage - Mintal hat bis jetzt übrigens immer getroffen, wenn er gegen Freiburg spielte.

Weil der SC erst am vergangenen Wochenende beim MSV Duisburg verloren hat, würde eine erneute Niederlage den hart erarbeiteten Punktevorsprung allmählich aufbrauchen. Doch ausgerechnet jetzt fehlen wichtige Spieler. Yacine Abdessadki ist wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt, und auch mit dem Einsatz von Innenverteidiger Pavel Krmas wird wegen seiner Oberschenkelverletzung nicht gerechnet. Außerdem dürfte Angreifer Jonathan Jäger weiter wegen seines Muskelfaserrisses ausfallen.

Niederlage in Duisburg analysiert

Wie die Ausfälle taktisch kompensiert werden, wollte der Freiburger Trainerstab noch nicht verraten. Für Co-Trainer Damir Buric ging es in der vergangenen Woche auch erst einmal darum, die Fehler aus dem Spiel in Duisburg zu analysieren. Buric erzählt, dass man die Partie an der Wedau "genau analysiert" und die Mannschaft danach auch auf dem Trainingsplatz daran erinnert habe, "was man abgesprochen, in Duisburg dann aber nicht abgerufen hatte."

Er scheint nun zuversichtlich zu sein, denn er verspricht zumindest schon mal: "Die Zuschauer werden ein gutes Spiel sehen." Es spricht aber auch einiges dagegen, dass es zu vielen Toren kommen wird. Denn bei diesem Montagsduell treffen die beiden Mannschaften mit den wenigsten Gegentoren aufeinander - Freiburg hat bisher 23, Nürnberg 25.

Duell auf Augenhöhe

Für die Nürnberger geht es darum, in der Tabelle weiter nach oben zu klettern. Cheftrainer Michael Oenning hat gute Erinnerungen an das Hinspiel, es war sein erster Ligasieg im neuen Amt. "Natürlich läuft es bei Freiburg gut. Aber wir haben schon einmal gegen sie gewonnen, und warum soll uns das nicht noch einmal gelingen", sagt Oenning. Und fügt an: "Freiburg ist sehr heimstark. Aber ich glaube, das wird ein Spiel auf Augenhöhe."

Allerdings werden in Freiburg Marcel Risse (Adduktorenprobleme) und Mike Frantz (Oberschenkelprellung) fehlen. Risse musste zudem auch seinen U20-Nationalmannschaftseinsatz in der kommenden Woche absagen.

Hinter dem Einsatz des Hinspiel-Torschützen Peer Kluge steht noch ein Fragezeichen, ihn plagen Rückenprobleme. Kluge ist mit in den Schwarzwald gefahren, doch ob er tatsächlich spielt wird kurzfristig entschieden.