Köln - Zum Abschluss des 32. Spieltags gibt es das absolute Topspiel in der 2. Bundesliga: Eintracht Braunschweig empfängt am Montagabend (20.15 Uhr) den 1. FC Union Berlin. Das ist das Spiel Dritter gegen Vierter. Für beide geht es also um den Aufstieg in die Bundesliga, der zum greifen nah ist.

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Das Aufstiegsrennen in der 2. Bundesliga ist so eng wie selten zuvor. Union Berlin steht mit 57 Punkten auf Platz vier (Torverhältnis +14), Braunschweig auf Rang drei hat 60 Zähler (+17) und Hannover 96, das am Freitag vorgelegt und sich mit einem Sieg gegen Heidenheim (2:0) auf Platz zwei vorgeschoben hat, 63 (+18). Ein Sieg ist damit für beide Teams Pflicht, wenn sie das Rennen um die Bundesliga auch an den letzten beiden Spieltagen spannend halten wollen.

Nach einem fulminanten Start in die Rückserie und dem zwischenzeitlichen Sprung auf Platz eins, mussten die Eisernen aus Berlin zuletzt wieder ein paar Einbußen hinnehmen. Auch weil sie die Partien gegen die direkten Konkurrenten Hannover (0:2) und Stuttgart (1:3) verloren. Doch für die Mannschaft von Jens Keller ist immer noch alles drin. Allerdings muss dafür ein Sieg her, dann wäre der Drei-Punkte-Rückstand aufgeholt und der Relegationsplatz in greifbarer Nähe.

Unterstützung von Hertha

Bei Union spricht man deshalb auch von einem Endspiel, schließlich wäre bei einer Niederlage der Aufstiegs-Zug so gut wie abgefahren. Ein Problem für die Eisernen könnte dabei werden, dass sie auf ihren etablierten Angriff verzichten müssen. Steven Skrzybski (acht Tore) fällt mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel aus, Sebastian Polter (sechs Tore) wegen einer Rot-Sperre. Unterstützung bekommen die Berliner vom Stadtnachbarn Hertha. Pal Dardai, Trainer der Alten Dame, sagte kürzlich: "Ich drücke Union Berlin die Daumen für den Aufstieg."

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Braunschweig tritt in diesem Duell am Montag als Gejagter auf. Für die Löwen waren die zurückliegenden Monate genau umgekehrt. Um die Winterpause herum hatte die Mannschaft von Torsten Lieberknecht einen kleinen Durchhänger, fiel von Platz eins, den sie über Wochen inne hatte, zurück auf Rang vier. Doch die Mannschaft ging i den letzten zehn Spielen nur drei Mal nicht als Sieger vom Platz. Leider gab es die einzige Niederlage in dieser Zeit gegen Konkurrent Hannover 96 (0:1).

In das Topspiel gegen Berlin geht die Eintracht deshalb auch mit breiter Brust, wie Julius Biada erklärt. "Für uns spricht momentan unsere Stabilität in der Defensive, wir bekommen kaum Gegentore. Und vorne sind wir immer in der Lage, ein Tor zu erzielen." Mit einem Sieg könnten die Löwen den direkten Aufstiegsrang zurückerobern. "Es ist momentan eine positive Anspannung. Wir freuen uns auf das Spiel und wissen auch, wie wichtig es sein kann."

Abwehrchef fehlt

Fehlen wird Braunschweig am Montag Saulo Decarli (5. Gebe Karte). Der 25-jährige Innenverteidiger ist eine Stütze der Mannschaft und hat - sofern nicht verletzt oder gesperrt - keine Minute verpasst. Ein Ausfall, der schmerzt, wie Biada weiß. "Saulo ist ein Stabilisator in der Abwehr und einer, der vorangeht. Natürlich ist es ärgerlich, dass er uns fehlt." Er ist aber ebenso davon überzeugt, dass die Mannschaft das kompensieren kann. "Wir haben aber Spieler, die seinen Part übernehmen können. Dementsprechend bin ich optimistisch, dass wir das schaffen werden."

Im Hinspiel gab es einen 2:0-Sieg für Berlin.