München - Am Samstag empfängt der souveräne Tabellenführer aus Fürth den Aufstiegsaspiranten aus Köln. Während die "Kleeblätter" ihre Siegesserie auch am 5. Spieltag ausbauen wollen, kann der 1. FC Köln mit einem Sieg den Anschluss an die Tabellenspitze herstellen.

Außerdem versucht der VfR Aalen nach der 1:5-Schlappe in Cottbus, die Überraschung gegen den Aufstiegsfavoriten 1. FC Kaiserslautern, zu schaffen (ab 12:45 Uhr im Live-Ticker).

"Wir haben vier Spiele, vier Siege und jetzt eine Partie vor der Brust, auf die sich jeder Fußballer freut", fasst Fürths Sportlicher Leiter Rouven Schröder die aktuelle Situation des souveränen Tabellenführers zusammen. Jetzt gastiert der 1. FC Köln am Ronhof - einer der "Favoriten für den Aufstieg", so Schröder. Angst und bange wird "Kleeblatt"-Coach Frank Kramer vor der Partie allerdings nicht: "Die Euphorie im Umfeld ist da, für uns ist das Ansporn, weiter alles zu geben." Damit die Fürther ihre weiße Weste wahren, "müssen viele feine Rädchen ineinander greifen", ist sich der Trainer sicher. Allerdings tut sich Fürth zuhause gegen die "Geißböcke" fast schon traditionell schwer - von sechs Heimspielen wurde nur eines gewonnen. 2:0 hieß es in der Saison 2002/03. Verzichten, muss Kramer indes auf Sebastian Tyrala und den an einem Kreuzbandriss laborierenden Nikola Djurdjic.

Mit dem 2:0-Erfolg gegen den SV Sandhausen am vergangenen Wochenende beendeten die Kölner ihre Serie von zuvor drei Unentschieden in Folge. "Man merkt, dass nach dem Sieg gegen Sandhausen etwas Last von den Schultern der Spieler genommen wurde", findet auch FC-Coach Peter Stöger. Der erste Sieg bringt zwar das nötige Selbstvertrauen, dennoch geht der Österreicher mit Bedacht in das anstehende Kräftemessen mit dem Klassenprimus: "Wir fahren zu einem interessanten, aber gleichzeitig auch sehr schwierigen Spiel." Neuzugang Slawomir Peszko wird mit der Mannschaft nach Franken reisen, wohl aber noch nicht in der Startelf stehen. Alles in allem sieht Stöger seine Elf "gut gerüstet" für das richtungsweisende Aufeinandertreffen. Bis auf Thomas Bröker und die Langzeitverletzten Kevin McKenna und Sascha Bigalke kann der FC-Trainer personell aus dem Vollen schöpfen.



Schiedsrichteransetzung

Der VfR Aalen will nach der bitteren 1:5-Pleite bei Energie Cottbus gegen den 1. FC Kaiserslautern eine positive Reaktion zeigen. "Das Schöne am Fußball ist, dass wir eine Woche später die Möglichkeit haben, es gegen einen sehr attraktiven Gegner besser zu machen", blickt Sportdirektor Markus Schupp optimistisch auf das Heimspiel gegen den Aufstiegsfavoriten. Innenverteidiger Benjamin Hübner schlägt in die gleiche Kerbe: "Es ist nicht schlecht, dass jetzt ein Gegner wie der FCK auf uns wartet." VfR-Coach Stefan Ruthenbeck weiß aber um die Schwere der bevorstehenden Aufgabe: "Es wird auch in diesem Spiel Phasen geben, in denen wir Probleme bekommen." Um die Überraschung zu schaffen, benötigt seine Elf "eine hohe Laufbereitschaft, viel Engagement und ein gutes Zweikampfverhalten". Der Einsatz von Torhüter Daniel Bernhardt steht noch auf der Kippe, ansonsten gibt es beim VfR keine personellen Engpässe zu vermelden.

Den ersten Rückschlag der neuen Spielzeit haben die "Roten Teufel" gut weggesteckt. Auf die Niederlage bei der SpVgg Greuther Fürth folgte vergangene Woche ein 2:1-Arbeitssieg über Erzgebirge Aue. Damit setzten sich die Pfälzer in der Spitzengruppe fest und wollen beim Auswärtsspiel in Aalen den nächsten Dreier einfahren - auch wenn beim Aufstiegsfavoriten noch nicht jedes Rad ins andere greift. "Wir befinden uns noch in einer Eingewöhnungsphase, viele Dinge benötigen einfach noch Zeit", erklärt FCK-Coach Franco Foda. Neuzugang Karim Matmour sieht die Begegnung beim VfR nicht als Selbstläufer: "Gegner, die angeschlagen sind, sind besonders gefährlich." Die Favoriten-Stellung der Lauterer ist dennoch klar und Foda erwartet eine dementsprechende Herangehensweise des Gegners von der Ostalb: "Natürlich werden sie nicht nur reagieren, aber wir werden das Spiel machen müssen." Marc Torrejon, Enis Alushi und Albert Bunjaku fehlen weiter verletzungsbedingt.



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