Köln - Am 13. Spieltag der 2. Bundesliga hat RB Leipzig erstmals in dieser Saison die Tabellenführung übernommen - weil die Sachsen als einziges Spitzenteam einen Dreier einfahren konnten. bundesliga.de präsentiert die Topfakten im Überblick.

Deutlicher Rückstand

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Nach dem verlorenen Kellerduell bei 1860 München hat der MSV Duisburg bereits acht Punkte Rückstand auf Platz 15, der den direkten Klassenerhalt bedeutet. Überhaupt konnte das Schlusslicht der 2. Bundesliga bisher erst einen Saisondreier (1:0-Sieg gegen den SC Paderborn) einfahren. Als Reaktion auf die neuerliche Niederlage wurde Trainer Gino Lettieri beurlaubt, als Nachfolger wurde Ilja Grujew (Foto) vorgestellt. Der frühere bulgarische Nationalspieler war von 2000 bis 2004 Profi beim MSV und in der Saison 2012/13 Co-Trainer. "Es ist noch nichts verloren, zwei Drittel der Saison liegen noch vor uns", glaubt Grujew an die Wende. Am kommenden Samstag gastiert nun der Tabellenzweite aus Freiburg in der Schauinsland-Reisen-Arena, und somit die fünftbeste Auswärts- bei der zweitschlechtesten Heimmannschaft. Und gleichzeitig empfängt die schwächste Defensive (25 Gegentore) die beste Offensive (29 Treffer) der Liga.

Gewinner des Spieltags

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RB Leibzig eroberte durch den 2:1-Erfolg beim SV Sandhausen erstmals in dieser Saison die Tabellenführung. Die Bullen verdrängten mit dem neunten ungeschlagenen Spiel in Folge den SC Freiburg vom Platz an der Sonne und waren der große, weil einzige Sieger in der Spitzengruppe. Denn von den Teams, die vor dem Spieltag auf den Plätzen eins bis neun gestanden hatten, konnten nur die Sachsen einen Dreier einfahren. Am Sonntag ist nun der 1. FC Kaiserslautern in der Red Bull Arena zu Gast. Die Roten Teufel wollen nach der vierten Niederlage in Serie (inklusive DFB-Pokal) ihre Talfahrt stoppen. Nur noch drei Punkte trennen den FCK aktuell von Relegationsplatz 16.

Frustrierende Woche

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Der bisherige Spitzenreiter SC Freiburg kam gegen Verfolger Eintracht Braunschweig nicht über ein 2:2 hinaus, obwohl die Breisgauer schon 2:0 führten. Freiburgs Vincenzo Grifo (Foto) verwandelte dabei bereits seinen dritten direkten Freistoß in dieser Saison – es war insgesamt sein sechstes Tor in seinen jüngsten sieben Liga-Einsätzen. Braunschweig blieb im 20. Pflichtspiel in Folge gegen Freiburg sieglos – das 2:2 nach 0:2 fühlte sich aber fast wie ein Dreier an. Für Freiburg ging eine frustrierende Woche mit zwei Niederlagen sowie dem Remis gegen Braunschweig zu Ende, die die Breisgauer die Tabellenführung und die Teilnahme am DFB-Pokal kostete. Bei Schlusslicht Duisburg will der Sport-Club am Samstag nun unbedingt wieder in die Erfolgsspur zurückkehren.

Erste Heimniederlage

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Mit ihrem jeweils dritten Saisonerfolg konnten sich sowohl Fortuna Düsseldorf als auch Union Berlin nach dem 13. Spieltag ein wenig Luft verschaffen. Dabei sorgten die Berliner für die erste Heimniederlage von Vorjahresaufsteiger 1. FC Heidenheim, der damit den Anschluss an die Spitzengruppe ein wenig verloren und nun vier Punkte Rückstand auf Relegationsplatz drei hat. Zuvor hatte Heidenheim zuhause mehr als ein halbes Jahr nicht mehr verloren. Kommendes Wochenende müssen die Ostwürttemberger beim SC Paderborn antreten. Das Team von Trainer Stefan Effenberg verspielte nach zurvor zwei Siegen in Folge beim 1:1 gegen den FSV Frankfurt den dritten Dreier erst kurz Schluss und möchte mit einem Erfolg den Aufwärtstrend fortführen.

Die Null steht beim KSC

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Nach dem torlosen Unentschieden im Montagsspiel beim 1. FC Nürnberg geht der Aufwärtstrend beim Karlsruher SC weiter. Die Badener, die nach sieben Spieltagen mit fünf Niederlagen Tabellen-15. waren, haben zuletzt sechs Spiele in Folge nicht verloren, dabei zehn Punkte geholt. Vor allem die Defensive des Vorjahres-Dritten präsentiert sich enorm gestärkt. Nach 15 Gegentoren in den ersten sieben Begegnungen, gab es zuletzt nur drei in sechs Spielen, in den jüngsten drei Spielen musste Keeper Dirk Orlishausen gar nicht mehr hinter sich greifen, der KSC hielt jeweils die Null. Kommenden Freitag gastiert der VfL Bochum im Wildparkstadion. Gegen den VfL haben die Badener jedoch seit mehr als sieben Jahren nicht mehr gewonnen. In den vergangenen neun Spielen in Bundesliga und 2. Bundesliga gab es drei Niederlagen und sechs Remis.