Köln - Vincenzo Grifo haut wieder einen Freistoß rein, Michael Liendl ist der König der Standards bei den Löwen und der 1. FC Nürnberg zeigt sich ungewohnt stürmisch. bundesliga.de präsentiert Ihnen fünf wissenswerte Dinge zum 31. Spieltag auf einen Blick.

1) Stürmische Halbzeit

Eine so stürmische Halbzeit haben die Franken schon sehr lang nicht mehr hingelegt. Nachdem der 1. FC Nürnberg zur Pause bereits mit 0:2 gegen den 1. FC Union Berlin hinten lag, drehten die Clubberer nach dem Wechsel so richtig auf und erzielten innerhalb von 41 Minuten noch sechs Treffer zum 6:2-Erfolg (zum Spielbericht). Sechs Tore in einer Halbzeit - das gelang dem FCN zuletzt vor mehr als 40 Jahren im September 1975 beim 7:3 in Mainz.

2) Sandhausen bleibt drin

Für viele galt der SV Sandhausen vor der Saison zu den Topfavoriten auf einen der Abstiegsplätze. Immerhin starteten die Württemberger nach ihrem Punktabzug wegen Verstößen gegen die Lizenzordnung mit -3 Zählern. Nun, zwölf Saisonsiege später, hat der SVS den Klassenerhalt bereits vorzeitig nach dem 31. Spieltag geschafft. Nach dem 1:0 gegen den FSV Frankfurt (zum Spielbericht) kann Sandhausen für die fünfte Saison in der 2. Bundesliga planen.

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3) Erster Viererpack

Die Zuschauer in der Bielefelder SchücoArena wollten ihren Augen kaum trauen. Vier Tore in einem Heimspiel bekamen sie beim 4:2 gegen Fürth zu sehen (zum Spielbericht), das hatte es in dieser Saison noch gar nicht gegeben. Im Gegenteil: in den 15 Heimspielen zuvor hatte Arminia Bielefeld zusammen nur acht Tore erzielt. Die vier Treffer nun entsprachen der Ausbeute aus den vorherigen sieben Heimspielen zusammen. Der Aufsteiger hat damit den Klassenerhalt bereits in der Tasche.

4) König der Standards

Drei Minuten vor dem Abpfiff bissen die Münchner Löwen dann doch noch zu – und meldeten sich dank des Treffers von Rubin Okotie zum 1:0-Erfolg gegen Eintracht Braunschweig (zum Spielbericht) im Kampf gegen den Abstieg zurück. Wieder war es ein Treffer nach einer Standardsituation. Beim TSV 1860 München ist das schon zum Markenzeichen geworden. Denn elf der letzten 14 Löwen-Tore fielen nach ruhenden Bällen. Und immer war Mittelfeldspieler Michael Liendl daran beteiligt.

5) Scharfschütze

Vincenzo Grifo ist der Freistoßspezialist der 2. Bundesliga. Beim 3:0 gegen den MSV Duisburg (zum Spielbericht) zwirbelte der Deutsch-Italiener in der 23. Minute einen Freistoß zum 1:0 ins Netz. Für den Mittelfeldstar des Sport-Club Freiburg war es bereits das sechste Freistoßtor in dieser Saison. Damit hat er den Zweitliga-Rekord des ehemaligen Paderborners Alban Meha aus der Saison 2013/14 eingestellt.