München - Die scheinbar "Unaufsteigbaren" SpVgg Greuther Fürth sowie die Traditionsclubs Eintracht Frankfurt und Fortuna Düsseldorf dominieren die 2. Bundesliga.

Während die Fürther nach dem souveränen 2:0 (1:0) gegen Energie Cottbus mit 29 Punkten Tabellenführer bleiben, liegen die Eintracht (3:0 gegen den MSV Duisburg) und die Fortuna (2:0 gegen Hansa Rostock) als erste Verfolger einen Zähler zurück. Vierter bleibt der FC St. Pauli (25 Punkte) nach einem nie gefährdeten 2:1 (2:0) gegen den FSV Frankfurt.

Büskens: "Wir wollen als kleiner Verein etwas Großes leisten"

Glücklich war nach dem zwölften Spieltag insbesondere der Fürther Trainer Mike Büskens, der mit den "Kleeblättern" auch in dieser Spielzeit wieder vom ersten Bundesliga-Aufstieg der Vereinshistorie träumt. "Wir wollen als kleiner Verein etwas Großes leisten. Insgesamt bin ich natürlich sehr zufrieden. Denn wir haben nach dem Sieg der Fortuna ein deutliches Zeichen gesetzt und uns die Punkte geschnappt", sagte Büskens, nachdem Olivier Occean (21.) und Sercan Sararer (73.) den neunten Sieg im zwölften Spiel gesichert hatten.

Die weiter ungeschlagene Eintracht zeigte am Sonntag beim 3:0 (1:0) gegen den MSV Duisburg erneut ihre Klasse in der Offensive und bleibt auf direktem Kurs Wiederaufstieg. Wieder war es Gekas-Ersatz Erwin Hoffer, der die Hessen mit einem Doppelpack (35./53.) auf die Siegerstraße brachte. Gegen seinen Ex-Club 1. FC Kaiserslautern will Hoffer im DFB-Pokal am Mittwoch in Frankfurt erneut für Furore sorgen. "Ich freue mich sehr über meine Treffer. So stark und konzentriert wie gegen Duisburg müssen wir auch gegen Kaiserslautern spielen. Es ist unser Ziel, die nächste Runde zu erreichen", sagte Hoffer. Das 3:0 erzielte Alexander Meier mit einem herrlichen Volleyschuss (65.).

Auch Düsseldorf siegt souverän

Bereits am Freitagabend hatten die Düsseldorfer ihre eindrucksvolle Erfolgsserie fortgesetzt. Die Rheinländer besiegten Aufsteiger Hansa Rostock dank der Treffer von Jens Langeneke (27.) und Sascha Rösler (54.) 2:0 (1:0) und blieben im 20. Pflichtspiel in Folge ungeschlagen. "Wir gewinnen nicht jedes Spiel mit Glanz und Gloria. Aber wir haben zum Glück früh das zweite Tor nachgelegt und am Ende sicher verdient gewonnen, da wir mehr Torchancen und Spielanteile hatten", sagte Fortuna-Coach Norbert Meier.

Ein "Big Point" im Tabellenkeller gelang Alemannia Aachen, das beim 3:1 (2:0) gegen den FC Ingolstadt den ersten Saisonsieg einfuhr und auch die "Rote Laterne" an die Oberbayern abgab. Mit acht Punkten liegt die Alemannia nur noch einen Zähler hinter den Nichtabstiegsrängen.

Ebenfalls für Furore sorgte das Überraschungsteam des SC Paderborn. Die Ostwestfalen kamen bei 1860 München zu einem 1:1 (0: 1) und sind seit acht Spielen ungeschlagen. Als Tabellenfünfter haben die Paderborner jedoch schon sechs Zähler Rückstand auf den Tabellendritten Düsseldorf. Die Münchner, die zuvor drei Niederlagen in Folge hatten hinnehmen müssen, treten dagegen weiter auf der Stelle und bleiben Zweitliga-Mittelmaß.

KSC und Bochum treten auf der Stelle

Noch weiter unten stecken die früheren Bundesligisten Karlsruher SC und VfL Bochum fest. Im direkten Duell trennten sich die beiden Teams 0:0. Während der als Aufstiegsfavorit gestartete VfL mit elf Punkten Rang 13 belegt, wartet der KSC als 16. mit neun Zählern schon seit neun Spielen auf einen Sieg.

Unterdessen bleibt Union Berlin in der 2. Bundesliga die Nummer eins im Osten. Die "Eisernen" erkämpften bei Erzgebirge Aue ein verdientes 1:1 (1:1) und festigten ihren Platz im oberen Mittelfeld.