Zusammenfassung

  • Rafal Gikiewicz erzielt als erster Keeper seit drei Jahren ein Tor in der 2. Bundesliga.
  • Der Hamburger SV hat schon jetzt so viele Siege wie 2017/18.
  • Zwei Schweizer Trainer sind als einzige in den ersten drei Ligen noch unbesiegt.

Köln - Bei Union Berlin wird ein Torwart zum Helden, der Hamburger SV hat schon jetzt so viele Siege wie vergangene Saison, Paderborn hat einen neuen Freistoßkünstler und St. Pauli kann nur mit Christopher Avevor – das sind die Top-Fakten des 9. Spieltags der 2. Bundesliga.

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1) Torwart wird zum Torjäger

Es war DIE Szene des 9. Spieltags: Berlin, Stadion an der alten Försterei. Es läuft bereits die vierte Minute der Nachspielzeit und der 1. FC Union Berlin liegt 0:1 gegen den 1. FC Heidenheim zurück. Den Köpenickern droht die erste Niederlage in dieser Saison. Noch eine Ecke - und durch die wird Rafal Gikiewicz zum großen Helden. Der Keeper der Eisernen köpft das Leder aus fünf Metern zum 1:1 ins Netz, rettet Union noch einen Punkt. Es ist das erste Tor eines Torhüters in der 2. Bundesliga seit Mai 2015 – damals traf Erzgebirge Aues Martin Männel ebenfalls gegen Heidenheim.

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2) Schweizer Garde

Durch das 1:1 gegen Heidenheim blieb der 1. FC Union Berlin auch im neunten Spiel der Saison ungeschlagen. Mit 17 Punkten rangieren die Köpenicker auf dem zweiten Tabellenplatz. Von den 56 Clubs in der Bundesliga und 2. Bundesliga sowie der 3. Liga sind damit nur noch zwei Mannschaften unbesiegt: Union und Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund. Beide Clubs werden von einem Schweizer Chefcoach trainiert: Union von Urs Fischer und der BVB von Lucien Favre.

3) Freistoßkünstler

Einer aus halbrechter Position über die Mauer unten rechts ins Eck, der andere von links oben links in den Knick - mit zwei herrlichen Freistoßtoren sicherte Philipp Klement dem SC Paderborn den 2:1-Sieg beim FC Ingolstadt. Der Mittelfeldspieler der Ostwestfalen hat damit als erster Akteur seit mehr als vier Jahren wieder in der 2. Bundesliga zwei Freistöße in einem Spiel direkt verwandelt. Der Letzte vor ihm war im Februar 2014 Alban Meha - übrigens auch für Paderborn.

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4) Schon besser als vergangene Saison

Nach dem ersten Abstieg in der Clubgeschichte wandelt der Hamburger SV in der 2. Bundesliga wieder auf erfolgreicheren Pfaden. Nach dem 2:1 beim SV Darmstadt 98 stehen die Rothosen auf Platz drei, punktgleich mit dem Tabellenzweiten Union Berlin. Für Hamburg war es bereits der fünfte Sieg in dieser Saison - in der vergangenen Spielzeit in der Bundesliga gelang dem HSV der dritte Dreier erst am 29. Spieltag.

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5) Erfolgsgarant Avevor

Wehe, wenn Christopher Avevor auf dem Platz steht! Der 26-Jährige ist aktuell der Erfolgsgarant des FC St. Pauli. Sechs Spiele hat der Abwehrchef der Hamburger in dieser Saison bestritten - St. Pauli holte 16 Punkte, bei nur drei Gegentoren. Drei Mal musste Avevor indes passen und fehlte den Kiezkickern. St. Pauli verlor alle drei Spiele und kassierte zusammen zwölf Gegentreffer.

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