Köln - Das Aufstiegsrennen in der 2. Bundesliga ist auch vier Spieltage vor Saisonende noch völlig offen. Noch kein Team der Top 4 konnte sich schon vorentscheidend absetzen. Der Tabellenführer VfB Stuttgart kann am 31. Spieltag bei einer Niederlage beim 1. FC Nürnberg theoretisch auf Platz drei zurückfallen, der Vierte Union Berlin mit einem Sieg gegen den SV Sandhausen bei Patzern von Eintracht Braunschweig und Hannover 96 auf Platz zwei klettern.

Die ersten vier Teams der Tabelle der 2. Bundesliga sind nur sechs Punkte voneinander entfernt, in der letzten Saison waren es zum gleichen Zeitpunkt 14 Zähler. So eng war es letztmals 2007/08, als der 1. FC Köln als Vierter ebenfalls sechs Zähler Rückstand auf den Tabellenführer Borussia Mönchengladbach hatte. Weniger Punkte Abstand von Rang vier bis eins waren es im Zeitalter der Drei-Punkte-Regel (seit 1995/96) nie.

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Der Dritte aus Hannover liegt sogar nur drei Punkte hinter dem Tabellenführer aus Stuttgart, so eng war das Spitzentrio der 2. Bundesliga im Zeitalter der Drei-Punkte-Regel nie zuvor beieinander! Der Aufstiegskampf findet auf hohem Niveau statt, Hannover ist der beste Dritte und Union der beste Vierte seit 2011/12 (Fortuna Düsseldorf hatte vor fünf Jahren als Dritter auch 57 Zähler, der FC St. Pauli als Vierter 56). Mehr als Hannovers 57 Punkte hatte der Dritte im Zeitalter der Drei-Punkte-Regel nur einmal (Arminia Bielefeld 2001/02 mit 58 Zählern).

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In der Rückrundentabelle ist ebenfalls der VfB Erster, vor Union, Hannover, St. Pauli und Braunschweig. Die Eintracht zeigte sich zuletzt nach einem Durchhänger aber wieder in Bestform, gewann fünf der letzten sieben Spiele bei einer Niederlage und einem Remis. Zudem hat Braunschweig die beste Defensive der Liga (28 Gegentore).

Union verlor drei der letzten fünf Spiele

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Union Berlin musste demgegenüber nach einem tollen Lauf mit sechs Siegen in Folge zuletzt Federn lassen, verlor drei der letzten fünf Begegnungen bei einem Sieg und einem Remis. Hannover ist unter Andre Breitenreiter noch ungeschlagen (drei Siege, zwei Remis), verlor insgesamt keines der letzten sieben Spiele und blieb dabei sechs Mal ohne Gegentor.

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Der Trumpf der Stuttgarter ist demgegenüber die Offensive um Simon Terodde, der VfB gewann zuletzt drei Mal in Folge mit insgesamt acht erzielten Treffern und 53 Saisontore sind klare Ligaspitze. Die Schwaben müssen allerdings noch nach Hannover, wollen neben dem Spiel in Nürnberg durch Heimsiege gegen die Aufsteiger Erzgebirge Aue und Würzburger Kickers den Aufstieg klar machen.

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Hannover 96 empfängt im Endspurt noch die auswärtsstarken Düsseldorfer und eben den VfB. Dazu reisen die Niedersachsen zum 1. FC Heidenheim und zum SV Sandhausen. Um direkt aufzusteigen muss 96 seine Auswärtsschwäche (nur vier Siege) beheben und auch mal wieder in der Fremde dreifach punkten.

Braunschweig hat gegen Union Heimvorteil

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Das zweite direkte Duell an den letzten vier Spieltagen findet am 32. Spieltag in Braunschweig statt, die Eintracht empfängt Union Berlin. Und Braunschweig hat am letzten Spieltag noch das vermeintlich leichte Heimspiel gegen den Karlsruher SC in der Hinterhand.

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Aber auch die Eisernen haben es noch in der eigenen Hand, mindestens Dritter zu werden. Dazu müssen sie aller Voraussicht ihre Heimspiele gegen Sandhausen und Heidenheim ebenso gewinnen, wie bei den Auswärtsspielen in Braunschweig und bei der SpVgg Greuther Fürth punkten. Eine Niederlage in Braunschweig könnte dagegen fatale Auswirkungen haben.