Köln - Tobias Kempe ist erst seit dieser Saison Spieler des SV Darmstadt 98. Doch in der Hinrunde hat er sich einen Stammplatz erkämpft und machte mit zwei Treffern und fünf Vorlagen auf sich aufmerksam.

Sein Weg führte den aus Wesel stammenden 25-Jährigen über Werder Bremen, Erzgebirge Aue und den SC Paderborn nach Dresden. In der letzten Saison konnte er mit Dynamo den Abstieg in die dritte Liga nicht verhindern. "Vielleicht war der Druck einfach zu hoch", sucht Kempe im Gespräch mit der Homempage des SV Darmstadt Gründe für das Scheitern am letzten Spieltag. "Auch nach dem Spiel war das keine einfache Situation, ich will so etwas eigentlich nicht wieder erleben", erzählt Kempe.

Darmstadt gefällt Kempe auf Anhieb

Nachdem er die Erfahrungen aus Dresden im Urlaub verarbeitet hatte, stellte sein Berater den Kontakt mit den "Lilien" her. Kempe war zu diesem Zeitpunkt ohne gültigen Vertrag und schaute sich die Bedingungen in Darmstadt interessiert an. Und was er sah, überzeugte ihn.

"Ich war dann einmal hier am Böllenfalltor, das hat mir auf Anhieb gefallen", sagt Kempe. "Gut, das Stadion war nicht entscheidend, aber ich bin eh nicht so der verwöhnte Typ, es muss nicht alles vom Feinsten sein. Aber ich muss mich wohlfühlen, und der Trainer hat mir das Gefühl gegeben, dass er mich unbedingt will." Der Grundstein für seinen Aufstieg zum Stammspieler war gelegt.

Teamgeist ist der Schlüssel

Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist Kempe sehr zufrieden. Er ist sich aber auch bewusst, dass die Rückrunde Überraschungen parat haben kann. "Die Saison ist noch lang, da kann noch viel passieren. Ganz wichtig sind die Punkte, die wir bisher eingefahren haben", freut er sich über 33 Zähler und den 3. Platz. Die Ziele der Lilien will er aber noch nicht korrigieren. "Ziel bleiben die 40 Punkte, wir wollen nicht absteigen. Vorher können wir nicht über neue Ziele reden", so Kempe.

Warum es bisher so gut gelaufen ist, ist für den Offensivspieler ziemlich klar. "Ich finde es klasse, wie die Mannschaft zusammenhält", hebt er den Teamgeist der Darmstädter hervor. "Wir sind eine Mannschaft, jeder gönnt jedem seinen Platz in der Startelf und keiner ist beleidigt, wenn er nicht spielt. Auch die Spieler, die ins Spiel reinkommen, geben sofort alles, da merkt man, dass das Team intakt ist." Daran haben sowohl die Trainer, als auch alle beteiligten Profis ihren Anteil.