Hamburg - Der FC St. Pauli hat am Dienstagabend ein Testspiel beim Oberligisten Altona 93 mit 5:1 (2:0) gewonnen.

Trainer Roland Vrabec nutzte das Testspiel gegen Altona 93, um eine neue taktische Variante auszuprobieren. Die Kiezkicker liefen gegen den Hamburger Oberligisten in beiden Halbzeiten in einem 4-1-4-1-System auf.

Altona verlangt St. Pauli viel ab

Kaum hatte Schiedsrichter Thorsten Bliesch die Partie angepfiffen, ging es auch gleich zur Sache. Es waren noch keine drei Minuten auf der Uhr, als Gian-Pierre Carallo Nachwuchskeeper Mitja Bieren mit einem Distanzschuss zu einer Parade zwang (3.). Auf der Gegenseite machten es die St. Paulianer besser: Nach einem schönen Pass aus dem Mittelfeld spitzelte Bentley Baxter Bahn das Leder noch vor der Strafraumgrenze am herauseilenden AFC-Torwart Gianluca Babuschkin vorbei, anschließend konnte Christopher Nöthe die Kugel locker ins leere Tor schieben - 1:0 für den FC St. Pauli (6.).

In der Folgezeit bissen sich die Gastgeber immer besser in die Begegnung und verlangten der Vrabec-Elf alles ab. Dem Zweitligisten fehlte bei den eigenen Angriffen oftmals die nötige Präzision. So jagte Nöthe beispielsweise den Ball nach feinem Solo weit über den Kasten (19.). Ab der 30. Minute erspielte sich Altona 93 gute Schussgelegenheiten. Doch während unter anderem Jakob Sachs (34.) und Lukas Hansen (35.) das braun-weiße Gehäuse jeweils knapp verpassten, schlug der FC St. Pauli eiskalt zu. Bahn schickte mit einem feinen Pass John Verhoek, der den Ball alleine vor Torhüter Babuschkin zum 2:0 in die Maschen setzen konnte (39.).

Der Zweitligist zeigt sich effektiv

Coach Vrabec wechselte in der Halbzeitpause fünfmal: Daniel Buballa, Christopher Buchtmann, Tom Trybull, Christopher Nöthe und Bentley Baxter Bahn kamen Andrej Startsev, Tjorben Uphoff, Florian Kringe, Dennis Daube und Dennis Rosin.

Auch im zweiten Durchgang erwischten die Gastgeber den besseren Start. In der 53. Minute tauchte Kevin Heitbrock alleine vor Bieren auf und vollendete zum durchaus verdienten Anschlusstreffer für Altona 93. Allerdings zeigte sich St. Pauli davon wenig beeindruckt. Nur vier Minuten später wurde Rosin im Strafraum angespielt und schloss mit einem Flachschuss humorlos zum 3:1 ab (57.). Und die Vrabec-Elf blieb effektiv: Daube brachte ein Ecke von links nach innen, dort griff Schlussmann Lucas Albracht daneben, Verhoek war zur Stelle und markierte per Kopf seinen zweiten Treffer an diesem Abend (64.).

Das Spiel war vom Ergebnis her nun entschieden, aber der Oberligist ließ sich nicht hängen. In der 74. Minute war Keeper Bieren noch einmal gefordert. Kurz darauf schlug dann die Stunde von Marc Rzatkowski, der sah, dass AFC-Torhüter Albracht vielleicht einen Schritt zu weit vor seinem Tor stand und jagte den Ball aus über 40 Metern in den rechten Winkel - ein Traumtor zum 5:1 (78.), das gleichzeitig einen tollen Schlusspunkt unter die Begegnung setzte.

Vrabec zufrieden

"Das Testspiel hatte einen doppelten Zweck: Wir haben in beiden Halbzeiten ein 4-1-4-1 spielen lassen, um auszuprobieren, ob es zukünftig eine Option sein könnte. Außerdem war es für alle Spieler, die momentan ein bisschen hinten dran sind, eine gute Gelegenheit, sich unter Wettkampfbedingungen zu zeigen. Wir hatten heute Vormittag schon eine gute und harte Trainingseinheit. Altona 93 war sehr engagiert und hat uns alles abverlangt", sagte Vrabec nach dem Abpfiff.

St. Pauli: Bieren - Ziereis, Sobiech, Thorandt, Buballa (46. Uphoff) – Buchtmann (46. Kringe), Trybull (46. Daube), Nöthe(46. Rosin), Bahn (46. Startsev), Rzatkowski – Verhoek