Köln - Eine ruhige Saison. Beim SV Darmstadt 98 sind die Vorgaben für die nächste Spielzeit recht einfach gestrickt. Nach dem Abstieg aus der Bundesliga und dem erst im Endspurt hauchdünn geschafften Klassenerhalt in der 2. Bundesliga wollen die Lilien mit den unteren Tabellenregionen nach Möglichkeit in der kommenden Saison, die in der 2. Bundesliga schon am 3. August startet, nichts zu tun haben. Doch auf Coach Dirk Schuster kommt einiges an Arbeit zu.

Die Hoffnung am Böllenfalltor trägt einen Namen: Dirk Schuster. Der Ex-Nationalspieler ist der Erfolgsgarant der Lilien. Bei seinem ersten Engagement in Hessen führte der einstmals beinharte Verteidiger den SV aus der 3. Liga in zwei Jahren in die Bundesliga, schaffte dort sensationell den Klassenerhalt. Mit seinem Abgang nach Augsburg begann bei den 98ern der sportliche Niedergang: Abstieg aus der Bundesliga, katastrophale Hinrunde und Absturz auf einen Abstiegsplatz in der 2. Bundesliga. Erst als Schuster im vergangenen Dezember nach Darmstadt zurückkehrte, ging es mit dem SV wieder bergauf.

Mit Dirk Schuster kam der Erfolg zurück

Stolze 25 Punkte sammelten die Hessen in der Rückrunde, kassierten in 17 Spielen nur 15 Gegentore. Damit war Darmstadt die viertbeste Mannschaft der zweiten Halbserie. Zittern mussten sie bei der äußerst engen Tabellenkonstellation in der ausgeglichenen 2. Bundesliga dennoch bis zum Ende. Noch am 32. Spieltag standen die Lilien auf Platz 17. Am Ende waren sie Zehnter.

Coach Dirk Schuster hat die Lilien zurück in die Erfolgsspur geführt
Coach Dirk Schuster hat die Lilien zurück in die Erfolgsspur geführt © imago / Zink

An diese Rückrunde wollen Schuster und seine Mannen nun anknüpfen. Doch noch steht der Kader nicht komplett. Mit Linksverteidiger Sebastian Hertner, der vom FC Erzgebirge Aue geholt wurde, stand beim Trainingsauftakt am 19. Juni nur ein einziger Neuzugang fest. Immerhin haben Verteidiger Immanuel Höhn und Mittelfeldmann Yannick Stark ihre Verträge verlängert und bleiben. Von einigen anderen Spielern wollte Schuster sich noch trennen.

Schuster setzt vor allem auf eine stabile Defensive

Klar ist, dass der Coach auch im kommenden Jahr vor allem auf eine sichere Defensive setzen wird. Unter Schuster haben die Lilien immer nur wenige Gegentreffer kassiert, dann reichen auch 20 selbst erzielte Tore zu 25 Punkte, wie in der vergangenen Rückrunde. Trotzdem sucht der Coach auch noch nach ein paar Offensiven, vor allem ein Spielmacher soll her. Schuster: "Wir möchten die Mannschaft besser machen, um eine sorgenfreiere Runde spielen zu können.“

Sorgenfrei. Vor einem Jahr klang das noch anders. Da war nach dem Abstieg der direkte Wiederaufstieg das Ziel von Coach Torsten Frings. Jetzt soll einfach nur der Klassenerhalt her. Aber bitte frühzeitig und ohne großes Zittern.