Die Besonderheit des Spiels konnte man am Abreisedatum erkennen. Nicht erst am Samstag, sondern bereits am Freitag begab sich der KSC nach Augsburg zur Vorbereitung auf das Spiel (alle Sonntagspartien ab 12:45 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio).

"Wir möchten den ganzen Tag zusammen sein und uns länger mit dem Gegner beschäftigen", erklärte Trainer Markus Schupp die Maßnahme.

Drpic kommt für Matthias Langkamp

Alle Spieler, die mit ihren Nationalteams auf Reisen waren, sind unverletzt nach Karlsruhe zurückgekehrt. Definitiv fehlen wird in Augsburg nur Matthias Langkamp, der an beiden Achillessehen behandelt wurde und auf Rat der Ärzte noch eine Woche pausiert.

Für ihn wird Dino Drpic den Platz in der Innenverteidigung einnehmen. Ein großes Fragezeichen steht zudem noch hinter einem Einsatz von Marco Engelhardt. Der Mittelfeldspieler musste Anfang der Woche wegen Fieber mit dem Training aussetzen und konnte erst am Donnerstagvormittag wieder eine leichte Einheit absolvieren.

"Haben die Qualität, um dagegen zu halten"

Die Reise in die Fuggerstadt, wohin den KSC über 1000 Fans begleiten werden, soll nach Schupps festem Willen mit dem Gewinn von drei Punkten ein positives Ende nehmen. Der KSC-Coach erwartet in der impuls-arena eine "sehr, sehr starke und erfahrene Augsburger Mannschaft, die ambitioniert auftreten wird". Doch der 43-jährige ist sich sicher: "Wir haben die Qualität, um körperlich dagegen zu halten."

Der FC Augsburg ist zuhause noch ungeschlagen in dieser Saison. "Das soll auch so bleiben. Wir wollen mit einem Sieg diese Serie weiter ausbauen", sagte Trainer Jos Luhukay.

Auch die Augsburger Nationalspieler sind allesamt gesund zurückgekehrt. Luhukay muss aber auf jeden Fall auf Patrick Mölzl verzichten. "Er hat eine schwere Grippe und kann leider nicht eingesetzt werden."

Vom Gegner ist Luhukay sehr angetan. "Der KSC hat eine gute Mannschaft, die gerade auswärts überzeugen konnte. Im Spiel nach vorne haben sie eine sehr hohe Qualität, die wir nicht zur Entfaltung kommen lassen dürfen."


TuS Koblenz - Rot Weiss Ahlen

Bei TuS Koblenz steht alles im Zeichen des Neuzugangs Ervin Skela. Bereits gegen Ahlen wird er mit dabei sein. "Ich bin sehr, sehr heiß. Wir müssen am Sonntag mit großem Herz und viel Leidenschaft ins Spiel gehen. Dann werden wir dieses Spiel auf jeden Fall auch gewinnen", sagt Skela.

Trainer Uwe Rapolder plant durchaus langfristig mit dem Mittelfeldregisseur. "Ich habe ihn davon überzeugen können, dass er hier auch eine längerfristige Perspektive im Verein hat."
Skela sieht sich bei einem Club mit berechtigten Ambitionen angekommen: "Ich war hier zwei, drei Mal im Stadion und habe einige Spiele beobachtet. Die Mannschaft hat großes Potenzial. Wir wollen nach oben und nicht mehr lange auf diesem Tabellenplatz stehen. Und damit fangen wir am Sonntag an."

"Einige Baustellen aufarbeiten"

Gegner Ahlen kommt statt mit einem neuen Spieler mit einem neuen Trainer: Christian Hock hat unter der Woche übernommen und will sich gleich gut einführen.

Der ehemalige Wehen-Wiesbadener geht mit einem guten Gefühl an seine neue, schwierige Aufgabe. Es gehe darum, mehr aus der Mannschaft herauszuholen als sie bisher gezeigt hat: "Es gibt einige Baustellen aufzuarbeiten. Die Mannschaft ist willig und ehrgeizig. Der Glaube an die eigene Stärke muss jetzt zurückgeholt werden, und auch der Teamgeist, der sie im letzten Jahr stark gemacht hat."

Mit Blick auf das Schlüsselspiel in Koblenz kündigte Hock an, "natürlich nicht acht, neun, zehn Positionen neu zu besetzen. Klar, ich habe schon eine Mannschaft im Kopf. Aber die möchte ich noch für mich behalten."


Fortuna Düsseldorf - FSV Frankfurt

Auch bei der Partie Düsseldorf gegen Frankfurt steht ein neuer Trainer im Blickpunkt. Bei einem Testspiel gegen den Vorletzten der Regionalliga Süd, Darmstadt 98, das 3:3 endete, konnte Hans-Jürgen Boysen erste Erkenntnisse über sein neues Team gewinnen.

"Ich habe sehr viele Dinge gesehen. Vor allem, dass es in allen Mannschaftsteilen Probleme gab. Das hat mich schon überrascht. Weder das Ergebnis noch der Spielrhythmus waren zufriedenstellend. Da müssen wir uns deutlich verbessern." Gegen Düsseldorf soll es besser laufen - auch wenn Boysen auf Junior Ross verzichten muss. "Er hat sich die Schulter ausgekugelt und wird ein Vierteljahr nicht zur Verfügung stehen. Das ist schon sehr bitter."

Düsseldorf zuhause noch unbesiegt

Vor der Fortuna hat der FSV-Trainer Respekt: "Das wird eine ganz schwere Nuss. Ich kenne die Fortuna noch aus der letzten Saison, als Kickers Offenbach und die Fortuna zusammen in der 3. Liga gespielt hatten. Die Mannschaft von Trainer Norbert Meier hat sich prächtig entwickelt. Wir werden uns aber nicht verstecken. Wir wollen eine gute Leistung zeigen und der Fortuna auch Punkte abtrotzen."

Düsseldorf will derweil seine Heimserie wahren: In bislang vier Spielen in der ESPRIT arena blieb das Team von Coach Norbert Meier unbesiegt. "Gewinnen wir, haben wir ein Polster nach unten und halten den FSV auf Distanz. Ich wundere mich allerdings, dass die mit dem starken, erfahrenen Kader so weit unten stehen", so Verteidiger Christian Weber im "kicker".