Bochum - Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des VfL Bochum 1848 am Montag, 20. Dezember, im Schauspielhaus Bochum wurden Ernst-Otto Stüber, Hans-Peter Villis und Bernd Wilmert in den Aufsichtsrat gewählt. Vorher hatten die Mitglieder den Aufsichtsrat der Saison 2009/10 entlastet.

484 stimmberechtigte Mitglieder hatten ihr Votum abgegeben – und das fiel mehr als deutlich aus. Mit überwältigender Mehrheit beriefen die Mitglieder des Vereins Ernst-Otto Stüber, Hans-Peter Villis und Bernd Wilmert als Team in den Aufsichtsrat. 480 Ja-Stimmen standen bei zwei Enthaltungen lediglich zwei Gegenstimmen gegenüber. Die drei Kandidaten, die vom Wahlausschuss vorgeschlagen worden waren, nahmen die Wahl an.

Dank an Werner Altegoer

Vorstandsmitglied Ansgar Schwenken, der die Versammlung mit einer Begrüßung eröffnete, hob die Arbeit des ehemaligen Aufsichtsrates und insbesondere die des Vorsitzenden hervor. "Ohne Werner Altegoer wären die Erfolge der letzten 15 Jahre nicht möglich gewesen", konstatierte Schwenken, und richtete persönliche Worte an den ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden und Präsidenten: "Herr Altegoer: Ohne Sie wäre der Verein nie in Trabzon, Brügge und Amsterdam gewesen!"

Auch Ernst-Otto Stüber hob bereits vor seiner Berufung die Arbeit seiner Vorgänger hervor. "Ihre Verdienste sind unbestritten, sie verdienen Respekt und Anerkennung." Für die Zukunft warb Stüber um ein offenes Miteinander. Dazu sei es erforderlich, dass die Vorgänge innerhalb des Vereins transparenter gemacht werden. Dies könne etwa über einen ständigen Dialog mit den Fans und Mitgliedern geschehen. "Wir alle sind der VfL, und wir wollen alle das Bestmögliche für diesen Verein." Und er ergänzte: "Fußball ist nicht alles in dieser Stadt, aber ohne den VfL wäre sie um ein Vielfaches ärmer."

Bernd Wilmert, der genau wie der bereits im Sommer 2010 berufene Hans-Peter Villis die Legitimation seitens der Mitglieder zur Bedingung machte, um seine Tätigkeit im Aufsichtsrat fortzuführen, betonte derweil, dass es wichtig sei, Flagge zu zeigen. Er will sich um die wirtschaftliche Basis des Vereins kümmern. Bereits im Anschluss an die Wahl vereinbarte der Aufsichtsrat, dem neben Stüber, Villis und Wilmert auch Prof. Dr. Klaus-Peter Schütt, Frank Goosen und Axel Treffner angehören, erste Termine, um die Situation zu besprechen. Am 4. Januar wird das Gremium zum ersten Mal zu einer ausgedehnten Klausurtagung zusammenkommen.